Es geht weiter – demnächst

Seit ein paar Tagen ist Clemen wieder in LA. Wir sind dabei die letzten Vorbereitungen für Mexiko und Mittelamerika zu treffen. Aber irgendwie gibt es immer noch etwas zu erledigen, immer noch ein kleines Problem, immer noch eine Schwierigkeit, die erst behoben werden muss.

Unter anderem habe ich jetzt das vierte (!!!) neue Handy. Jedes Mal gab es ein anderes technisches Problem und auch die Fachleute hier waren irgendwie ratlos. Jetzt scheint aber endlich alles zu funktionieren und wir haben wieder beide ein funktionierendes Telefon.

Clea: 00 1 747 250 3399

JW: 00 1 646 683 8679

Diese beiden Nummern werden wir auch in Mexiko beibehalten. Wir sind also auch dort – wenn nötig – zu erreichen.

Mit WhatsApp hat sich bei Clemen nichts geändert. Sie ist nach wie vor wie bisher zu erreichen.

Ich selbst musste bei WhatsApp mühsam alle Kontakte wieder herstellen. Bei den vielen Telefonwechseln waren sie irgendwo im virtuellen Nirvana verschwunden. Jetzt sollte es aber wieder funktionieren, jedenfalls von meiner Seite. Ich werde deswegen allen meinen WhatsApp-Partner in diesen Tagen eine kurze Nachricht schicken. Dann ist die Verbindung mit Sicherheit wieder hergestellt.

JW

Eperanzas neues Kleid

Für die Fahrt nach Mexiko, Zentral- und Südamerika wollen wir unsere „Cajita“ ein wenig „tarnen“. Schon seit einiger Zeit überlegen wir uns, wie wir das am besten tun können.

Wir haben alle mögliche Ideen: Ich schlage vor, dem Auto einen „Holzlook“ zu verpassen, wie das bei älteren Modellen manchmal heute noch in den USA zu sehen ist. Clemen denkt daran, das ganze Auto dunkler spritzen zu lassen, um unauffälliger zu wirken.

Auf alle Fälle wollen wir die  Logos der beiden Projekte, die wir in Kolumbien und Peru unterstützen, auf der Cajita präsentieren.

Wir recherchieren im Internet und finden schließlich die „Gorilla“-Company in Woodland Hills. Eigentlich nur ein Büro mit Computer, aber auch mit dem phantasievollen Grafiker Vic Woodson.

Nachdem er  von unserem Projekt gehört und eine Nacht darüber geschlafen hat, schlägt er uns vor, neben den Logos auch die „Virgen de Guadalupe“ auf dem Auto anzubringen und eine Reihe von „Geckos“.

Die „Virgen de Guadalupe“, weil sie in Mexiko von allen Menschen, einschließlich der nicht so ganz gesetzestreuen, verehrt und angebetet wird und die Geckos für die Kinder, die wir ansprechen wollen.

Vic zeigt uns am Computer seine Entwürfe. Wir sind begeistert und entschließen uns auch noch, die Cajita umzutaufen: Sie heißt jetzt „ESPERANZA“.

Am nächsten Tag bekommt Esperanza ihr neues Kleid verpasst:

Seitdem wir mit der „Virgen“ durch Los Angeles fahren, grüßen uns die Hispanics, heben den Daumen oder sprechen uns auf dem Parkplatz vor dem „Home Depot“ direkt an. Einer erzählt uns gleich die ganze Geschichte der berühmten Nationalheiligen.

Wir sind sicher, dass das eine gute Entscheidung war und dass uns die „Virgen“ auf unserer Reise beschützen wird. Die „Jungfrau von Guadalupe“ ist die „Königin“ von ganz Mittel- und Südamerika und die erste dunkelhäutige Jungfrau in der Geschichte der Kirche in Lateinamerika.

Weil sie uns beschützen und begleiten soll, beschließen wir, ihr noch einen Girlandenkranz zu spendieren und unser Auto außerdem mit ein paar bunten Kinderbildern zu schmücken. Diesmal macht das Vic alleine und mit gewohnter Professionalität:

So, jetzt kann eigentlich nichts mehr schiefgehen!

JW

 

Ganz ohne Hollywood …

Deutsch – EspañolEnglish

 

Ganz ohne Hollywood …

geht es nicht! Jedenfalls nicht bei mir.

Bei Disney World und Universal Studios, bei Epcot Center und Busch Gardens scheiden sich die Gemüter. Die einen halten es für puren Kitsch, für grenzenlosen Kommerz und (das oberflächliche) Amerika schlechthin, die anderen amüsieren sich köstlich, genießen den „thrill“ der wilden „rides“ oder die naive Freude an Mickey Mouse und seinen diversen Nachfahren.

Ich selbst gehöre eher zu den letzteren, obwohl mir die haarsträubend atemberaubenden Fahrten durch stockdunkle Pyramidenschächte, aus denen urplötzlich keuchende Mumien auftauchen oder wild gewordene Dinosaurier auf tropischen Inseln über die friedlichen Besucher herfallen, mit zunehmendem Alter Schwierigkeiten bereiten.

Schon nach der ersten Fahrt wollte ich eigentlich aufgeben und es eher ruhig angehen lassen. Aber dann habe ich all die begeisterten Jungen und Mädchen gesehen, die mit strahlenden Augen gerade dem Rachen eines Ungeheuers oder den Metallklauen eines Transformers entkommen waren, und ich dachte: „Alter, das schaffst Du auch!“.

Also, wer zur ersten Gruppe gehört, möge sich das Video nicht anschauen, wer zur zweiten Gruppe tendiert, sollte mal einen Blick hineinwerfen.

Obwohl es strikt verboten ist, auf den „rides“ zu filmen, konnte ich mir nicht verkneifen, wenigsten die Erlebnisse mit King Kong auf Video zu bannen. Und ich finde, es kommt ein bisschen von den Effekten rüber, die sich die Macher dieser abenteuerlichen Dschungeltour ausgedacht haben.

Nur noch zur Information: Während der Fahrt tragen die Besucher „natürlich“ 3-D-Brillen, das Fahrzeug, in dem alle sitzen, wird wild hin und her geschüttelt und gelegentlich bekommt man den feuchten oder heißen Atem der angreifenden Dinos auf der eigenen Haut zu spüren. Das Ganze nennt sich dann 4-D.

Mal sehen, wie viele „D“ es in zehn Jahren sein werden:

JW

Español

 Sin Hollywood

… tampoco va. En todo caso para mí.

Con el tema Disney World, Universal Studios y Epcot Center así como Busch Gardens las opiniones son muy diversas. Algunos lo consideran el puro kitsch, un comercio sin fronteras de la USA (superflua y fatua)… otros se la pasan divino, disfrutan el ! thrill! Y los viajecitos o la simple alegría de Mickey Mouse y sus descendientes.

Yo soy los del segundo grupo, a pesar que con los años los altibajos de estos juegos y viajes me quitan el aliento, me ponen los pelos de punta … de pronto experimentar pirámides tremendamente oscuras, desde donde aparecen momias o dinosaurios salvajes en islas tropicales amenazando a los pacíficos visitantes no es facilito.

Ya despuès del primer viaje quería retirarme y pasármela tranquilo. Pero cuando vi a la gente joven entusiasmadísimos de haberse escapado de la garganta de un mounstruo o de las garras de metal de un transformer, me dije: ¨A que yo también puedo!

Los que pertenecen al primer grupo, les recomendamos que no vean el vídeo … aquellos que tienden al segundo grupo, les recomiendo echar una mirada.

A pesar que está estrictamente prohibido filmar los ¨rides¨ no pude resistirme de captar por lo menos las experiencias de King Kong en mi cámara. Y considero que algo de los efectos que los productores de esta aventura en la selva idearon nos llegan.

Solamente como información: durante el viaje llevan los visitantes ¨naturalmente¨ anteojos 3-D, el carro donde todos están sentados se mueve de aquí para allá y en momentos se percibe la respiración húmeda y caliente del dinosaurio atacante en la misma piel. A eso se llama entonces 4-D.

A ver, cuantos ¨Ds¨ serán en diez años más.

JW

English

Without Hollywood …

 it is only have the pleasure. At least for me.

If it is about Disney World and Universal Studios, about Epcot Center and Busch Gardens the opinions differ a lot. Some think these theme parks are pure kitsch, unlimited commerce and an epitome of (the superficial) America. Others just have fun, enjoy the thrill oft he wild rides or the naive pleasure to meet Mickey Mouse and his different descendants.

I myself belong to the latter group, even though the hair-raising and breath-taking rides through pitch-dark pyramid chambers, out of which all of a sudden panting Mummies jump on you or the wild dinosaurs, which try to devour peaceful visitors on tropical islands cause more and more problems to me with growing age.

After the first ride I was already at the point of giving up and wanted to take it easier. But then I saw all the young enthusiastic boys and girls, who had just escaped from the fierce fangs of a monster or the metal claws of a transformer with fin beaming glances, and I thought by myself: „Hey old man, you can do that, too.“

Well, those who belong tot he first group should not watch the following video, those, who tend to the other group, should have a look at it.

Though it is strictly forbidden to take photos on the rides, I could not refrain from shooting at least the adventures with King Kong and the dinosaurs. And I think one can catch a little bit of the special effects and the intentions of the filmmakers, who have created this adventurous trip through the jungle.

Just for information: During the ride all the passengers „naturally“ wear 3-D eyeglasses and the train, in which they sit wildly moves into all directions. Sometimes you even feel the wet or hot breath oft he attacking dino on your skin. That is called 4-D nowadays.

Let’s see how many „Ds“ it will be in about ten years.

JW

 

 

 

 

 

Reisevorbereitungen

Seit unserer Ankunft in Los Angeles sind wir dabei uns auf die Reise nach Mexiko und weiter in den Süden vorzubereiten. Da gab/gibt es einiges zu erledigen:

Als erstes mussten wir zwei Schäden an der Windschutzscheibe reparieren lassen. Die waren durch Steinschlag entstanden.

Dann  haben wir die Klimaanlage checken lassen, um sicher zu gehen, dass sie auch funktioniert, wenn es jetzt heißer wird.

Jetzt gibt es auch einen Generator sicher stellt, dass wir die Klimaanlage betreiben können, auch wenn wir einmal keinen Strom von außen haben. Außerdem sollen die niedrig Temperaturen die Moskitos fernhalten.

Mit einiger Mühe konnten wir den Generator auch in unserer Heckgarage verstauen. Unser Gesamtgewicht dürfte inzwischen grenzwertig sein.

Um uns (und die Kühlschrankseite unseres Wagens) vor der direkten Sonneneinstrahlung zu schützen, haben wir ein großes Sonnensegel angeschafft.

Ein zweites Smartphone musste her. Mein chinesisches Sparmodell hat sich leider nach kurzer Zeit als unbrauchbar erwiesen.

Eine Autoversicherung für Mexiko musste beschafft  werden. Jetzt sind wir – hoffentlich – umfassend versichert.

Inzwischen haben wir uns auch über die zu erwartenden Fährkosten und Termine von Baja California nach Mazatlán auf dem Festland zuverlässig informiert. Zum Glück sind sie wesentlich niedriger als erwartet.

Ein Campingführer für Mexiko wurde angeschafft. Er sieht sehr gut aus und ist – wie wir gelesen habe – eine Art „Bibel“ für alle Mexiko-Reisenden, die mit Wohnmobil oder Zelt unterwegs sind.

Um die Sicherheit auf unserer Fahrt zu erhöhen, haben wir auerdem einige besondere Maßnahmen getroffen:

Jetzt gibt es einen Vorhang zwischen Fahrerhaus und  Wohnteil. Das soll verhindern, dass Neugierige in das Innere unseres Wohnmobils schauen können.

Eine Holzstange zwischen Fenster- und Autorahmen soll dafür sorgen, dass niemand das Seitenfenster von außen aufschieben kann.

Ein elektronischer „Wachhund“ mit Namen „Rex“ soll  Alarm schlagen, wenn sich jemand dem Auto nähert. Ob das wirklich funktioniert, müssen wir noch ausprobieren.

Außerdem haben wir die  „Cajita de Música“ neu getauft. Sie heißt jetzt „Esperanza“. Um sie ein wenig zum „tarnen“ bekommt sie ein neues „Kleid“ verpasst. Mehr darüber in einem neuen Post, den wir sobald wie möglich einstellen werden.

Ganz wichtig ist auch, dass wir uns mit Mark und Saskia getroffen haben, die aus England kommen, mit einem Camper unterwegs sind und in etwa die gleichen Pläne haben wie wir. Wir wollen mit ihnen einen Teil der Reise gemeinsam machen. – Wir freuen uns schon darauf, sie demnächst wieder zu treffen.

JW

 

 

 

Abra-Kadabra

In Woodlandhills, im Norden von Los Angeles, sozusagen gleich hinter Hollywood, wohnen Francisca und Sion. Francisca ist die Tochter von meiner lieben Freundin Jenny und inzwischen selbst Mutter von zwei Töchtern.

Obwohl ich Francisca seit ihrer Kindheit nicht mehr gesehen habe, fühlte ich mich sofort zutiefst verbunden mit ihr.  Sie muss etwa 6 oder 7 Jahre alt gewesen sein, als ich sie zum letzten Mal sah.

Wir reden miteinander, als ob wir schon immer enge Freundinnen gewesen wären. Eine innere Verwandtschaft verbindet uns und mir ist oft so, also ob ich mich mit Jenny unterhielte, meiner Freundin aus der Heidelberger Studentenzeit. So vertraut sind wir vom ersten Moment an.

Und da ist neben Sarah, der älteren Tochter von Francisca, die jüngere Abra. Jürgen hat sie sofort Abra-Kadabra getauft.  Sie hat was Magisches in sich. Abra lernt gerade Geige. Jürgen ist begeistert und unterstützt sie bei den ersten einfachen Melodien.

Aber Abra ist nicht nur eifrig, sie hat auch komische und ernste Momente.  Ein Augenblick, der diese Eigenschaften gemeinsam aufscheinen lässt, ist im folgenden Video festgehalten.  Abra-Kadabra! Da ist sie!

Applaus, bitte!!!!!!

Clea

Zu Gast bei Pepe

Deutsch – EspañolEnglish

Insgesamt haben wir vier Wochen in Los Angeles verbracht. Die meiste Zeit waren wir Gast von Pepe. Pepe ist der Bruder von Belita und Belita eine Freundin von Clemen aus revolutionären Zeiten in Lima, Peru:

„El pueblo unído jamás será vencido“

Das heißt in etwa:

„Das vereinte Volk wird nie besiegt werden.“

Also heute sind sie ja alle ziemlich bürgerlich geworden und Pepe als Vice President von Merryll Lynch gehört trotzdem zur Familie.

Clemen protestiert im Hintergrund, aber so ist das nun mal mit Politik und Sozialismus. Hier ein paar Bilder vom Wiedersehen in LA:

Clemen kommentiert: Das stimmt alles nicht. Die sozialistischen Werte gelten immer noch. Und gelegentlich singt sie mit Belita das Kampflied aus alten Zeiten – und ich stimme ein:

„El pueblo unido, jamás será vencido“.

Ein wunderbarer Text und eine noch bessere Melodie. Hier das Original aus dem Jahre 1974:

Pepe als erfolgreicher „Kapitalmanager“ sucht einen neuen Weg und stellt der „Raubtierkapitalimus“ der USA heute in Frage. Bernie Sanders hat auch schon eine Vorwahl gewonnen und wir irgendwo dazwischen. Es kann alles nur besser werden.

Wir haben uns bei Pepe und mit Belita und Arturo, ihrem Mann, sehr, sehr wohl gefühlt. Wir freuen uns schon jetzt darauf, sie wahrscheinlich in ein paar Monaten in Peru wieder zu treffen.

Danke Pepe für deine Gastfreundschaft, danke Belita und Arturo für Eure Freundschaft, danke Euch allen für Nähe, Herzlichkeit und die vielen Umarmungen unter der kalifornischen Sonne.

JW/Clea

Español

En total pasamos cuatro semanas en Los Angeles. La mayor parte del tiempo fuimos los huéspedes de Pepe. Pepe es el hermano de Belita y Belita una amiga de Clemen desde los tiempos revolucionarios en Lima, Perú:

„El pueblo unído jamás será vencido“

Hoy en día son todos somos más o menos burgueses de buena sepa y Pepe como Vice Presidente de Merryl Linch es también parte de esta familia .

Clemen protesta en el fondo. Pero así es en la política con las perspectivas diferentes. Aquí algunas fotos del reencuentro en in LA:

Clemen comenta. Todo esto no es cierto. Los valores socialistas son aún actuales. Y de tiempo en tiempo canta aún con Belita la canción protesta de lucha, que yo también entono „El pueblo unido, jamás será vencido“.

Un texto hermoso y una melodía aún mejor. Aquí el original de los años 70

Pepe como un empresario del capital busca nuevos caminos y cuestiona el capitalismo de rapiña¨en U SA. Bernie Sanders acaba de ganar una pre elección y nosotros entre medio. Todo solamente puede ser mejor. ..

Nos sentimos con Pepe, Belita y Arturo, su compañero, muy muy bien. Nos alegramos desde ya de verlos nuevamente pronto en Perú. Gracias Pepe por tu hospitalidad, gracias Belita y Arturo por su amistad y gracias a todos por cercanìa cordialidad y todos los abrazos recibidos bajo el sol de California.

JW/Clea

English

We spent almost  four weeks in Los Angeles. Most oft he time we were guests of Pepe. Pepe is Belita´s brother and Belita is Clemencia’s friend of revolutionary times in Lima, Peru.

„El pueblo unído jamás será vencido“

In English this would be:

„The united people will never be defeated.“

Today all of them behave rather civically and Pepe is part oft he family in spite of being one of Merryll Lynch’s Vice presidents.

Clemen is objecting in the background, but that is, what politics and socialism are about: different opinions. Here are a few shots of our encounter in LA:

Clemen’s comment on it: That is all wrong. The socialistic values are still valuable. And sometimes she sings the battle song of old times with Belita and Arturo – and I join in:

„El pueblo unido, jamás será vencido“.

A wonderful text and a melody, which is even better. Here the original of 1974:

Pepe, being a successful money manager is searching for a new way and has started questioning the „raptor capitalism“ of the US. Bernie Sanders has already won one of he primaries and we  are somewhere in between. Everything can only become better.

We were very, very happy  with Pepe and with Belita and Arturo, her husband. And we are looking forward to probably meeting them in a couple of months in Peru again.

Thank you Pepe for your hispitality, thank you Belita and Arturo for your friendship, thank you all for being so close to us, for your great cordiality and the many hugs under the Californian sun.

JW/Clea

Wir melden uns zurück

Liebe Freunde,

nach einigen Tagen der „Funkstille“ melden wir uns zurück. Gestern Abend sind wir in Los Angeles angekommen.

Die letzten Tage haben wir im Joshua Tree National Park verbracht. Es war wunderschön.

Jetzt heißt es, den nächsten Abschnitt unserer Fahrt planen und vorbereiten. Noch haben wir uns nicht entschieden, ob wir direkt nach Süden, also nach Mexiko aufbrechen oder ob wir vorher noch die großen Nationalparks hier im Südwesten der USA besuchen.

Die stehen/standen natürlich auf unserem Programm, aber mit zwei Monaten Verspätung sind wir jetzt in der kalten Jahreszeit angekommen und in einigen Gebieten liegt sogar Schnee.

Unsere Freunde, Bellita und Arturo, die seit dreißig Jahren in LA leben, kennen sich natürlich gut in der Region aus und mit ihrer Unterstützung und mit ihren Informationen wollen wir in diesen Tagen entscheiden, wie es am besten weitergehen kann.

JW

Weiter nach Westen

Nach den wunderschönen Tagen im Joshua Tree National Park sind wir jetzt wieder auf der I 10 Richtung Westen unterwegs.

Uns trennen nur noch ca. 100 Meilen von unserem nächsten Etappenziel, Los Angeles:

JW

 

Joshua Tree National Park

Auf der Fahrt nach Westen lieget der Joshua Tree National Park gleich „neben“ der I 10, die den Kontinent von Jacksonville in Florida bis Santa Monica, CA, im Westen durchquert.

Wir waren sehr beeindruckt und verbrachten drei Tage im Park. Eine Nacht im östlichen Teil, zwei Nächte mittendrin, in der Nähe des Skull Rock.

Die beiden Campgrounds sind eingebettet in grandiose Landschaften und so verborgen zwischen den Felsen, dass man sie selbst aus der Nähe kaum erkennen kann. Die benachbarten Camper sind meist weit entfernt und stehen mit ihren RVs oder Zelten in malerisch gelegenen Nischen zwischen den gewaltigen Felsformationen.

Seinen Namen hat der Park nach dem Joshua Tree, einer Palmenart, die charakteristisch für diesen Nationalpark ist.

Hier ein paar Eindrücke von der grandiosen Landschaft:

Während unseres Aufenthalts im Joshua Tree NP war das Wetter eher trüb und wolkig. Das verstärkte natürlich den Eindruck, den die archaisch wirkende Landschaft auf uns machte.

Besonders eindrucksvoll war das bei dem berühmten Skull Rock:

 

JW

 

 

 

Abschied von 2015

Den letzten Tag in 2015 haben wir in Aguirre Spring verbracht. Das ist ein State Park (genauer gesagt ein „National Monument“) in der Nähe von Las Cruces in Neu Mexiko.

Wegen Schnee und Eis war der eigentliche Campground gesperrt, aber wir durften am Eingang zum Park kostenlos campieren. Zum Glück hatten wir noch Gas für die Heizung, denn es war ziemlich kalt.

Wir waren mutterseelenallein. Kein Mensch weit und breit außer den beiden „Hosts“, die den Park „bewachen“. Am Silvesterabend waren sie aber auch unterwegs und so feierten wir den Abschied von 2015 in aller Stille, alleine, mit einem guten Essen, etwas Wein und viel Gefühl.

Tagsüber wanderten wir durch den State Park, genossen die Ruhe und Einsamkeit und verabschiedeten das alte Jahr:

JW

 

Das neue Jahr – 2016

es wird – hoffentlich – besser als das turbulente vergangene Jahr.

For English press the button on the left.

Para español aprieta la banderita española a la izquierda.

Wir wünschen allen, die unseren Reiseblog verfolgen, und insbesondere natürlich all unseren lieben Freunden in der ganzen Welt einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Zufriedenheit, Gelassenheit, Gesundheit und Glück für alle, – das wäre schon was. Und vor allem ein Ende oder wenigsten den Anfang vom Ende all der Krisen, Konflikte, Kriege und Ungerechtigkeiten, der Gewalt und den Egoismen, die Europa und die Welt zur Zeit befallen haben, – vielleicht ist das eine naive Illusion, aber wenigstens eine, nach der wir uns alle sehnen.

Silvester verbringen wir in einem wunderschönen und abgelegenen State Park in der Nähe von Las Cruces, AZ, .Dort gibt es nichts außer Natur, und wir wollen dort ein paar Tage von der dauernden Fahrerei ausspannen.

„Natur“ ist etwas  sehr Schönes, aber leider nicht sehr technologieverträglich. Es wird also wahrscheinlich weder Internet, noch ein Telefonnetz geben. Also seid bitte nicht beunruhigt, wenn der eine oder die andere an Neujahr mit uns Kontakt aufnehmen möchte und wir nicht reagieren.

Die Apus, die Berge, schützen uns und euch alle …

All unseren Freunden, die uns bis jetzt so herzlich in USA aufgenommen haben, allen, die uns aus der Ferne unterstützen oder an uns denken, wünschen wir alles mögliche Liebe im kommenden Jahr.

Ohne unsere Freunde wären wir „aufgeschmissen“.

JW + Clea

Eine wilde Nacht in New Orleans

Da wir gerne bei den Walmart-Supermärkten übernachten, hatten wir uns auch für New Orleans einen herausgesucht. Und der lag nur ca. 1 km vom Latin Quarter entfernt. Irgendwie, dachten wir, kann man dann am Abend dann auch zu Fuß dorthin gehen.

Es kam anders: Wegen des stürmischen Wetters und weil wir wieder einmal die Entfernung unterschätzt hatten (trotz Navi etc.), kamen wir erst bei Dunkelheit in New Orleans an.

Heftiger Verkehr, schnelle Fahrerei auf den Stadtautobahnen, starke Windböen auf den endlosen Brücken, schlecht beleuchtete Fahrbahnen, schwierige Orientierung in der Nähe des Ziels machten uns zu schaffen. Mit Hilfe des Navis erreichten wir  schließlich doch noch „unseren“ Walmart.

Auf den letzten Kilometern merkten wir schon, dass die Entscheidung für diesen Walmart vielleicht doch nicht die beste war. Wir kurvten durch ein ziemlich dunkles und verlassenes Viertel am Hafen und dachten schon, wir hätten uns verfahren, als der ersehnte Walmart endlich auftauchte.

Nach der ersten Erleichterung erfuhr Clemencia beim Manager des Supermarkts, dass dieser Walmart bereits um 22.00 Uhr schließt; (der erste und einzige Walmart, den wir bisher kennen, der nicht 24 Stunden geöffnet hat). Aber wir könnten trotzdem hier parken, wir sollten uns nur auf die andere Seite des Parkplatzes stellen, dort wo die Polizei-Station ist. Dort sei es sicher.

Wir wechselten also auf die andere Seite des Parkplatzes und ich „inspizierte“  die Polzeiinspektion. Da standen zwar jede Menge Polizeiautos, aber Polizisten waren nirgends zu sehen. Ich fand auch keinen Eingang in die Polizeistation, denn die war wie eine Festung nach allen Himmelsrichtungen abgesichert. Keine Tür, kein Hinweisschild, nur Warnungen, dass man sich nicht nähern solle. Wie mir Clemencia später erzählte, fühlte sie sich an Zeiten des Sendero Luminoso in Peru erinnert, als sich die Polizei ebenfalls in ihren Stationen verbarrikadierte.

Hin und wieder ging ein Stahltor auf und ein Polizeiwagen fuhr hinein oder heraus. Wir beratschlagten uns und blieben. Die vielen Videokameras gaben uns ein gewisses Gefühl der Sicherheit, auch wenn die Situation eher absurd erschien: Wir draußen, die Polizei drinnen.

Die Nacht verlief ruhig, bis auf die diversen Schiffs- und Polizeisirenen sowie Ambulanzen, die immer mal wieder unseren Schlaf störten. Aber so ist das nun mal mitten in einer Großstadt.

Am nächsten Morgen beschlossen wir, New Orleans zu verlassen. Die Stadt erschien uns abweisend und – zumindest für uns in unserem Camper – nicht geeignet. Wir drehten noch ein paar Runden durch das berühmte Quartier Latin (am frühen Morgen, alles war ruhig und friedlich) und verschwanden dann in Richtung Westen.

Her noch ein paar Aufnahmen von unserer „Besichtigungstour“ in New Orleans.

JW/Clea