Gestaltung des Blogs

Deutsch – EspañolEnglish

 

Liebe Freunde in aller Welt,

in den letzten Tagen konnten wir einige neue Beiträge einstellen, weil wir eine recht gute Internet-Verbindung hatten.

Was uns aber seit einiger Zeit frustriert, sind die miserablen Google-Übersetzungen. Wir haben uns daher entschlossen, künftig unsere Texte selbst zu übersetzen. Die Texte und Übersetzungen wollen wir möglichst kurz halten.

Die spanische und die englische Version findet ihr jeweils unter dem deutschen Text. Ihr könnt die Übersetzungen aber auch direkt aufmachen, indem ihr auf eine der Sprachen klickt, die über dem Text stehen.

Vielen Dank im Vorhinein!

Español

Queridos amigos en todo el mundo:

Durante el último tiempo pudimos subir algunos nuevos posts, porque tuvimos una conexión al internet relativamente buena.

Lo que nos frustra mucho   son las traducciones de poca calidad  de Google. Por eso hemos decidido  traducir nuestros textos nosotros mísmos en el futuro. Estos serán consecuentemente cortos y precisos.

La versión española la  encuentran debajo del texto en  alemán. Pero también pueden abrirla haciendo un clic en „español“ al principio del post.

Por favor hágannos saber si funciona este asunto como lo hemos diseñado para ustedes. Gracias!

 

English

Dear friends all over the world,

During the last days we were able to upload some new posts, because we had a relatively good internet connection.

What has been frustrating though for quite some time, are the poor Google translations. Therefore we have decided to translate our texts ourselves in the future. The texts and the translations should be short.

The English version appears under the Spanish text. But you can also open it directly by clicking on „English“ at the very beginning of the post.

Let us know, what you think about this new look.

Thank you in advance

 

 

 

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Diabetes an Bord

Deutsch – EspañolEnglish

Vor etwa einem Jahr erfuhren wir, dass JW an Diabetes II leidet. Ja, das kommt vor. Und es heißt, dass die Krankheit Stimmungsschwankungen mit sich bringt. Das kommt auch vor.
Es ist für mich als seine Reisebegleiterin nicht immer leicht zu erkennen, was was ist. Auch das Auto schwankt oft sehr auf diesen Straßen … Aber wir lernen mit dem Auto und der Krankheit und den Schwankungen aller Art umzugehen. Wir lernen bis zum Schluss.

Wir sind auch nicht die einzigen, die durch dieses Rauf und Runter im Leben gehen. Eigentlich ist dieses Auf und Ab ein menschliches Merkmal.

Nun, diesmal habe ich die folgende Mail von meinem Ehemann Nr. 1 bekommen, nachdem wir einen heftigen Streit hatten.

Liebe Clemen,

du, du liegst mir am Herzen, du du liegst mir im Sinn … trotzdem geht es nicht immer ohne Schmerzen, das sagt auch Marlene Dietrich:

Und meine Krankheit soll keine Entschuldigung für mürrisches Verhalten sein und sie soll dich auch nicht mundtot machen.
Du belebst mein Leben, du gibst ihm Sinn. Alleine wäre ich schon längst ein alter Grantler geworden, mit dir bin ich noch immer ein Suchender und manchmal auch jemand, der etwas findet.

Ich liebe Dich

Ja, ich habe zwei “Ehemänner”, genau wie “Doña Flor y sus dos maridos”… . Aber beide passen nicht in diesen kleinen Wagen und erst recht nicht in diesen Text. Unmöglich. Darüber werde ich ein anderes Mal berichten.

Das ist auch Teil unseres derzeitigen Lebens und des Reiseberichts.

Aus der Wüste von Baja California, ein gar nicht wütender Text voller Liebe.

Clea

Español

Diabetes a bordo

Hace aproximadamente un año nos enteramos que JW sufre de diabetes. Suele suceder. Y se dice que esta enfermedad trae altibajos en el carácter. Suele también suceder.

Como acompañante de viaje no es siempre fácil reconocer que cosa es qué. También el auto se bambolea en estas carreteras … pero aprendemos a convivir con el auto, la enfermedad y sus vaivenes. Seremos aprendices hasta el final. No somos los únicos que van por la vida con estos Altos y Bajos. En realidad es casi una característica humana .

Bueno, he recibido de mi marido No. 1 luego de un pleito absurdo el siguiente mail que comparto:

Querida Clemen,

Tu, tu, estás en mi corazón,  tú, tú estás en mi pensamiento, sin embargo el dolor está siempre rondando,…  también dice Marlene Dietrich: 

Y mi enfermedad no debe ser disculpa para mi comportamiento gruñón y tampoco silenciarte. Tu enriqueces y das vida a mi vida, le das un sentido. Solo sería un gruñón soitario… contigo sigo siendo un buscador y a veces alguien que también encuentra algo.

Te quiero.

Si, tengo dos ¨esposos¨así como Doña Flor y sus dos Maridos, pero a los dos no los puedo llevar conmigo… la caravana es pequeña. Imposible. Más sobre este tema escribiré en otro momento.

Esto es también algo de nuestra vida actual y de esta bitácora del viaje.

Desde el desierto de Baja California un texto sin rabia alguna, más bien con mucho amor.

Clea

English

Diabetes aboard

About a year ago JW was diagnosed with diabetes II. Yes, things like that happen. And we also heard that this disease causes mood swings. Things like that happen to be. But for me as his companion it is not always easy to figure out, what is what. Our vehicle often careens on the these roads …. But we learn to handle both the movements of the car and of his disease. We learn until the end.

We are not the only ones who go through the ups and downs of life. Actually these ups and downs are part of life.

Well, this time I got the following mail from y husband number 1 after a serious argument. In fact I have two husbands like “Doña Flor y sus maridos”… . But the two husbands do not fit into this small car and neither into this text. …. Impossible.

About this I will write another time. This text from husband number I wanted to share with you:

Dear Clemen,

You, you are in my heart always, You, you fill my thoughts too … but it is impossible to never feel pain….  this is what Marlene Dietrich sings too:

And my disease should not be an excuse for my grumpy behavior and it is not supposed to muzzle you. You stimulate my life you fill it with meaning. Without you I would already be an old grumpy man.., with you I am still a searching person and sometimes one, who even finds something.

I love you.

This is also part of our blog. … From the desert in Baja California a text without any rancor but lots of love.

Clea

Am Strand des Kojoten

Deutsch – EspañolEnglish

 

Am Strand des Kojoten

Am Strand des Kojoten gibt es erst einmal ein herzliches Wiedersehen mit Saskia und Mark. Die beiden habe ich zum ersten Mal in Halfifax in Kanada getroffen Mitte Oktober 2015, ganz zu Beginn unserer Reise. Später sind wir uns wieder in Quebec und Montreal begegnet und schließlich in Los Angeles. Dort haben die beiden auch Clemencia kennengelernt. In Santa Monica haben wir zusammen gefrühstückt, bevor Saskia und Mark nach Mexiko aufbrachen. Und nun, am Strand des Kojoten, haben wir sie wieder „eingeholt“ und feiern das Wiedersehen mit einem „strandgerechten“ Abendessen:

Der Strand des Kojoten ist paradiesisch schön, auch wenn es nur wenige Palmen gibt. Die Bucht ist voller Leben: Hier gibt es jede Menge Seelöwen, Delphine, Walhaie und Stachelrochen. Letztere sind mit Vorsicht zu genießen. Wenn man schwimmen will, sollte man mit einem Stock den Boden abklopfen so lange man Grund unter den Füßen hat:

Zwei Tage später brechen Mark und Saskia auf. Sie wollen so schnell wie möglich nach Yucatan fahren, um sich dort mit Verwandten zu treffen. Wir hoffen, dass wir uns später irgendwo  wieder auf dem Weg nach Feuerland treffen werden:

Wir bleiben noch eine Weile in unserem kleinen Paradies und genießen das ruhige Strandleben im Kreis einer ganz besonderen Gemeinschaft von Travellern.

Es gibt eine Gruppe von etwa zehn Leuten, die öfter Musik macht auf Gitarren, Ukelelen und andere Instrumenten. Einige schmücken ihre Stellplätze mit Muscheln und anderen Objekten aus dem Meer und zeigen so ihre Kreativität.

Abends werden immer Feuer gemacht und es breitet sich eine beeindruckende Stille aus, in der man nur das Meer mit seinen kleine Wellen hört.

Täglich kommen fliegende Händler vorbei, die uns mit allem versorgen, was wir zum Leben brauchen: Frischwasser, frischem Fisch, Säften, Eis u.a.

Der Verwalter des Strandes, der die Standgebühr kassiert (ca. € 7,- pro Tag) ist begeistert von unserer „Virgen de la Guadelupe“, ziemlich bibelfest und außerdem singt er gerne. Das ist eine Gelegenheit für Clemencia die mexikansichen „rancheras“ zu singen, die sie seit ihrer KIndheit gehört hat. Don Martin ist so glücklich über den gemeinsamen Auftritt, dass er uns zwei Nächte schenkt.

Unsere Nachbarn sind sehr liebenswürdige und herzliche Menschen.Tico ist Mexikaner, ehemaliger Unternehmer und heute 75 Jahre alt. Seine Frau Marge ist Amerikanerin. Die beiden leben seit 5 Jahren in ihrem Trailer namens „La Gitana“. Ihr Haus in den USA haben sie vermietet und beide leiben die Musik. Marge ist ehemalige Opernsängerin.

Mit ihrer Hilfe lernt Clemencia auch auf einem Standbrett zu „surfen“. Da wir keine großen Sportsleute sind, weiß ich noch nicht einmal, wie diese Sportart auf Deutsch richtig heißt. – Aber sie macht offensichtlich Spaß.

Nach einer wunderbaren Woche ohne Internet und Telefonverbindung müssen wir den „Strand des Kojoten“ schweren Herzens verlassen. Gemeinsam mit Tico und Marge verabschieden wir uns aus diesem Paradies.

Am nächsten Tag geht es über die schmale Piste am Meer entlang zurück zur Landstraße. Die soll uns nach Loreto, unserer nächsten Station in Niederkalifornien, bringen:

Español

En La Playa de Coyote

En la Playa deCoyote hay un reencuentro feliz  con Saskia y Mark. Los  conocí  en Halifax, Canada, a mediados de Octubre del  2015 al principio de nuestro viaje de La Panamericana. Más tarde nos vimos de nuevo en Quebéc y Montreal y finalmente otra vez en Los Angeles. Allí  concieron también a Clemencia. Desayunamos juntos en Santa Monica antes de que Saskia y Mark partieran para  Méjico. Ahora los hemos alcanzado de nuevo en la Playa del Coyote y celebramos el reencuentro con una cena en la playa:

La Playa del Coyote es un paraíso, con pocas palmeras. La bahía está llena de vida marina: Hay un montón de lobos de mar, delfines, tiburones ballena y mantas. Con las últimas, que se esconden en la arena, hay que tener cuidado. Cuando quieres meterte en el mar, tienes que tocar el piso hasta que puedas nadar sin tocar el suelo..

Dos días más tarde Saskia y Mark parten a Yucatán. Quieren ir  lo más rápido posible, porque tienen una cita con su familia en Yucatan.  Esperamos  no perderlos de vista porque ellos también irán hasta Tierra del Fuego.

Primero solamente quisimos quedarnos dos días. Al final nos quedamos una semana. Disfrutamos la vida tranquila al lado del mar con una comunidad de gente muy especial.

Hay un grupo que hace música con 10 personas y 4 ukeleles, guitarras, etc. Algunos decoran sus espacios con conchas y productos del mar demostrando mucha creatividad.

En las noches siempre hay una fogata y un silencio impresionante que sólo deja escuchar el mar con sus pequeñas olas.

Cada día vienen los vendedores ambulantes con las cosas necesarias par la vida: agua fresca, pescado freso, jugos, helado etc.

El administrador de la playa, que cobra la tarifa cotidiana (alrededor de € 7,00 al día) está  dichoso con   nuestra „Virgen de la Guadalupe“, conoce la biblia muy bien y le gusta mucho cantar. Esta es una  oportunidad para Clemencia para cantar los corridos y rancheras que escuchó desde niña.  …  Don Martín nos regala dos noches gratis en la playa de pura felicidad y agradecimiento.

Nuestros vecinos son gente muy simpática. Tico es Mejicano, antiguo empresario de 75 años  y su mujer, Margarita, es americana y fue cantante de ópera. Ellos viven en su trailler La Gitana desde hace ya 5 años. Su casa en los Estados unidos la alquilaron y son amantes de la música.

Con su ayuda Clemencia apprende como hacer surfing en una „stand-up paddle board“. No conozco el nombre de este deporte en español pero si he visto en película que los tailandeses lo hacen también.  Parece que le gusta.

Después de una semana de maravilla sin teléfono e internet tenemos que dejar la „Playa del Coyote“  tristes.  Con violín y guitarra nos despedimos de nuestros vecinos queridos en este pequeño paraíso.

A la mañana siguiente regresamos   a la carretera principal a través de este troche muy estrecho al lado del mar. La carretera principal va a llevarnos a Loreto, nuestro próximo destino en Baja California.

English

At the „Beach oft he Coyote“

We are happy to meet Mark and Saskia again at the „Beach of the Coyote“. I met the two oft hem for the first time in Halifax, Canada, in mid October 2015 at the very beginning of our trip. Later I met them in Quebéc and Montreal and finally again in Los Angeles. There they got to know Clemencia, too. We had breakfast together in Santa Monica, before they left for Mexico. And now we caught up with them again at the „Beach of the Coyote“ and celebrate the re-encounter with a great dinner on the beach.

The Beach of the Coyote is like a paradise, even though there are only a few palmtrees. The bay is full of marine life: There are lots of sea-lions, dolphins, whale-sharks and rays. With the rays, which hide in the sand, one should be very careful. If you want to swim, you better tap the ground with a stick, until it is deep enough to swim.

Two days later Saskia and Mark have to say good-bye. They want to get to Yucatán as fast as possible, because they have an appointment with Saskia’s family there. We all hope we will meet again some time in the future somewhere on our trip to South-America:

We had planned to stay only two nights, but then we spent a whole week there, enjoying the tranquil beach life in a community of very special people. There is a group of about 10 people who play music every evening on guitars, ukeleles and other instruments, Some of them decorate their places with shells and other objects from the sea, showing their creativity:

At night there are always open fires and an impressive silence lies over the beach and you can only hear the small waves of the sea.

Every day the beach vendors come by and offer the basic things you need for life: fresh water, fresh fish, juices, ice cream etc.

The administrator of the beach parking, who charges € 7,00 per day approximately, is enthusiasted about our „Virgin of Gudalupe“, knows the bible very well and in addition likes singing very much. It is a good chance for Clemen to sing the Mexican „rancheras“, which she has alway heard since she was a child. Don Martin is so happy about the performance that he waives two nights:

Our neighbours are very friendly people. Tico is Mexican, ex-entrepreneur, now 75 years old. His wife Marge is American and a former opera singer. They have been living in their trailer „La Gitana“ for over five years. They have rented out their house in the US and they both love music very much.

With their help Clemen even learns how to paddle on a stand-up board. – It seems to be fun.

After a wonderful week without access to telephone and internet we have to leave the „Beach oft the Coyote“ with a sad heart. Together with Tico and Marge we say good-bye to this paradise:

The next morning we have to go back to the main road on this very narrow path along the sea. The road will take us to Loreto, our next destination on the Baha:

JW/Clea

 

 

Da sind wir wieder

Wer einigermaßen regelmäßig unserem Blog folgt, wird bemerkt haben, dass wir eine Zeitlang von der Bildfläche verschwunden waren, – sozusagen. Aber, um es gleich vorwegzuschicken, es gubt keinen Grund zur Sorge, uns ging es prächtig.

Baja California wird seit Jahren zwar von der Mex 1 von Nord nach Süd durchquert und auf der Strecke liegen auch einige größere Städte, aber das heißt längst nicht, dass es für den Reisenden unterwegs Internet-Zugang oder ein Telefon-Netz gibt. Gelegentlich wird zwar WiFi versprochen und existiert auch wirklich, aber das heißt noch lange nicht, dass die Verbindung zum Internet auch nur annähernd dem entspricht, was wir in Großstädten so gewohnt sind. Da muss man dann schon einmal zehn Minuten warten, bis eine simple Mail „raus“ ist und an einen Upload von Fotos (oder gar von Videos!) ist gar nicht zu denken.

Also haben wir uns vorübergehend aus der virtuellen Kommunikation einfach ausgeklinkt, statt Stunden in muffigen Internet-Cafés zu verbringen, um die eine oder andere Message abzusetzen.

Bitte glaubt uns, es geht uns gut. Niemand will uns etwas Böses und hier auf der Baja California gibt es wunderschöne Landschaften, herrliche Strände, eine reiche Meeresfauna, täglich frischen Fisch und – na ja, einfach viel Zeit. Bis jetzt haben wir Mexiko nur von seiner besten Seite kennen gelernt, (wenn man mal von den Down- und Uploadzeiten des Internets absieht). Und das hat sein Gutes, ohne Zweifel.

Als wir Anfang der Woche an der Playa del Coyote ankamen, wollten wir maximal zwei Nächte bleiben. Daraus sind inzwischen vier geworden. Und wir sind immer noch hier. Warum nur? Wir wollen doch im Mai in Peru sein! – Vielleicht. Vielleicht auch etwas später. Es wäre einfach dumm, diese Landschaften zu durchhetzen, anstatt sie zu genießen und sich dafür Zeit zu nehmen. Wir werden Peru erreichen, aber sehr wahrscheinlich später als geplant. Warum nicht?

Unser nächstes Ziel ist jetzt erst einmal Loreto. Dort hoffen wir auf eine brauchbare Internet-Verbindung. Wenn das klappt, bekommt ihr auch diese Nachricht. Wenn es besonders gut geht, vielleicht auch den einen oder anderen Bericht über die ersten vierzehn Tage hier in Mexiko. – Wenn wir keinen Internet-Zugang haben, wird es noch etwas dauern. Möglicherweise, bis wir in La Paz sind (nicht in Bolivien natürlich, sondern an der Ostküste der Baja). Das ist ein größere Stadt und da sollte es dann spätestens klappen mit der internationalen Kommunikation.

Von La Paz geht es dann per Fähre zum Festland, genauer gesagt nach Mazatlán. Darüber dann mehr, wenn es soweit ist. Bis jetzt haben wir ja noch nicht einmal das Ticket oder einen genauen Abfahrtstag. Die einen sagen, das ist kein probem, die anderen sagen, das kann dauern, wir sagen einfach mal abwarten, es wird schon klappen.

Bis zur nächsten Nachricht.

JW/Clea

 

 

 

 

M-EJ 6151

Español – DeutschEnglish

 

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M-EJ 6151 es la matrícula de nuestra caravana. Llama la atención porque es europea en estas tierras americanas.

Y así entro con estas líneas a escribir sobre   esta forma de ser americana tan particular. Con tantos años ya en Europa, más que nada en Alemania, acostumbro a observar cierto protocolo formal en las relaciones humanas, una distancia muy educada, digamos ¨inglesa¨, también en Alemania.

Los americanos de pantalones cortos y descamisados son más abiertos y sin tanto bombo ni platillo en el momento de entablar una conversación. Sin más ni más, tocan la puerta de la casa de nuestro amigo Dick : ¨Me encanta su RV (abreviación de caravana) afuera. Quiero verlo por dentro.¨ … ¨está muy bonito, cuánto les costó? Se lo compro!¨, ¨Mira, viene de Alemania!¨… ya estoy acostumbrada, sin ser la Reina de Inglaterra, de ir saludando a los curiosos.

Otros: ¨Mi tío abuelo fue alemán¨… sería tan amable de leerme mi nombre en alemán… es que mi padre fue alemán… comenta un americano con un inglés cerrado y nosotros le leemos pacientemente su nobre en su tarjeta de credito: „Lückemeyer“, Toda la tienda comenta.

No es pues casualidad que en USA los 50 millones de alemano-americanos constituyen el ¨grupo étnico¨más representativo. Pareciera que el ¨olvido¨del alemán responde a una reacción a los hechos históricos de la 2da. Guerra mundial.

Es que en el año 1794 – cuenta la leyenda de Muehlenberg – el único voto de Frederick Muhlenberg, quien era el primer altavoz del Congreso Americano prevenio que Alemán se convertió en el idioma oficial de los Estados Unidos.

Mas allá de esta leyenda, hay mucho americano con raíces alemanas que similares a las raíces de los Everglades salen a flote cuando ven M-EJ 6151 cuya M se refiere a Múnich, claro está.

Hoy ya atravesando el desierto y las montañas de Baja California acompañados por la Virgen de Guadalupe en la parte de atrás del auto las reacciones de los mejicanos se hacen sentir: nos aplauden, sonríen cuando ven pasar el auto, se acercan y nos cuentan innumerables historias sobre la Virgen de Guadalupe.

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 “Bien” dijo nuestro querido amigo Pepe en Los Angeles, ¨para los mexicanos, el fútbol y la virgen son sagrados!¨

 Méjico lindo y querido, como canta la canción es tan lleno de color, música y alegría, como de violencia – lamentablemente – en estos tiempos. Y por el momento sobre Mexico sólo hablo de colores, olores y sabores por recomendación expresa de mi peluquera que me recomendó NO expresar mis observaciones políticas. Sobre esto más, en cuanto cruzemos la frontera en Guatemala.

 Órale pues!

Clea

Loreto, Baja California, febrero 2016

Deutsch

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M-EJ 6151 ist die Zulassungsnummer unseres Campers. Sie weckt hier in Amerika Aufmerksamkeit, weil es eine europäische Nummer ist.

Und so beginne ich diese Zeilen, um meine Eindrücke von der besonderen Art und Weise der Amerikaner zu schildern. In den vielen Jahren, die ich in Europa gelebt habe, vor allem in Deutschland, habe ich immer wieder ein gewisses formales Verhalten im Umgang der Menschen miteinander erlebt, eine anerzogene Distanz, sagen wir „englischer Art“, die ich aber auch in Deutschland beobachtet habe.

Die Amerikaner in kurzen Hosen und Ärmeln sind offener im Umgang miteinander und machen viel weniger Aufhebens, wenn es darum geht, mit jemandem ins Gespräch zu kommen,

Ohne großes Drumherum klopfen sie an der Haustür unseres Freundes Dick: „Mir gefällt der Camper da draußen vor der Tür. Kann ich ihn mir mal von innen anschauen. … Der ist sehr schön.

Was hat der gekostet? Ich möchte ihn gerne abkaufen?“.

Manchmal hören wir auch auf einem Parkplatz: „Schau mal, der kommt aus Deutschland!“ Und wenn ich auch nicht die Königin von England bin, habe ich mich bereits daran gewöhnt, den Neugierigen zuzuwinken.

Einer meint: „Mein Opa war Deutscher“. Ein anderer bittet in gegurgeltem Amerikanisch: “Könnten Sie mir mal meinen deutschen Namen vorlesen, … mein Vater war nämlich Deutscher“ und reicht uns seine Kreditkarte. Und wir lesen geduldig seinen Namen vor: „Lückemeyer“. Das ganze Geschäft hört zu und kommentiert das Ereignis.

Es ist kein Zufall, dass in den USA 50 Millionen Deutsch-Amerikaner die größte ethnische Gemeinschaft bilden. Und es sieht so aus, als ob Rückgang und Verlust des Deutschen in den USA auf die historischen Ereignisse während des Nationalsozialismus zurückzuführen sind.

Die Mühlenberg-Legende behauptet sogar, dass Frederik Mühlenberg, der erste Sprecher des amerikanischen Kongress mit seiner Stimme bei einer Abstimmung im Parlament von Pennsylvanien im Jahre 1794 verhinderte, dass Deutsch zur offiziellen Sprache in den Vereinigten Staaten wurde.

Weit jenseits dieser Legende gibt es sehr viele Amerikaner mit deutschen Wurzeln, die sich – ähnlich wie die Wurzeln in den Everglades – aus dem Wasser erheben, wenn sie M-EJ 6151, dessen M sich natürlich auf München bezieht, vor sich sehen.

Heute, auf dem Weg durch Wüsten und Berge von Niederkalifornien , begleitet von der “Virgen de Guadalupe”, die unser Auto schützt, spüren wir die Reaktionen der Mexikaner: sie klatschen und lächeln uns zu, wenn sie unser Auto vorbeifahren sehen, sie kommen näher und erzählen uns unzählige Geschichten über die “Jungfrau von Guadalupe”.

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“Na ja”, sagte unser lieber Freund Pepe in Los Angeles, “für die Mexikaner sind der Fußball und die Virgen etwas Heiliges”.

 “Schönes und liebes Mexiko”, wie es in einem bekannten Lied heißt, ist so voller Farben, Musik und Freude wie es in diesen Zeiten – leider – auch voller Gewalt ist. Da mir meine Friseuse empfohlen hat, NICHT über meine Eindrücke von der politischen Situation im Lande im Internet zu berichten, beschränke ich mich für den Moment darauf, nur von Mexiko und seinen Farben, Gerüchen und Geschmäckern zu erzählen. Über die anderen Dinge mehr, nachdem wir die Grenze zu Guatemala überquert haben.

 Orale Mejico

Clea

Loreto, Niederkalifornien, Februar 2016

English

 

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M-EJ 6151 is the tag number of our RV. It draws attention, because it is European on American soil.

And so I start writing these lines in order to describe my impressions of the American way of life, which is so special to us. After many years in Europe, mainly in Germany, I have accustomed to observe a kind of formal behaviour in human contacts, a kind of acquired distance, let me say a “British way“ of behaviour towards unknown people, which I also found in Germany.

The short sleeved, casually dressed Americans are opener in contacting each other and do not care much about how to start a conversation with other people. Without much beating around the bush they knock at the door of our good friend Dick and say: „Hello, I like your RV in front on the driveway. Can I see it from inside? … It looks nice. How much was it? I would like to buy it from you?“.

Sometimes, when we are on a public parking lot, we also hear: „Look, this RV comes from Germany.“ And even though I am not the Queen of England, I have already accustomed to waving to the curious people around our car.

One oft them said: „My grandpa was from Germany“. Another one asks with a guttural southern accent: „Could you please read my German name? My father was German“ and hands over his credit card. We patiently read out his name „Lückemeyer“. All the customers in the shop listen and start commenting on this event.

It does not seem to be a coincidence that 50 million German-Americans are the biggest ethnic group in the US. And probably the decline and loss oft he German language in the US is due to the historic events during the times oft he National Socialism in Germany.

According to the Muhlenberg legend, it was the single vote of Frederick Muhlenberg, the first ever Speaker of the U.S. House of Representatives, which prevented German from becoming an official language of the United States.

Beyond this legend there are many Americans with German roots, which – like the roots in the Everglades – float up to the surface when they see M-EJ 6151, with the M referring o Munich, of course.

Today on our way through the deserts and the mountains of Baja California accompanied by the “Virgin of Guadalupe”, who is protecting our car, we experience the postive responses of the Mexicans, who clap their hands and smile at us, when they see our car passing by. Sometimes they approach us and start telling us innumerable stories of the “Virgin of Guadalupe”.

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“Well”, said our dear friend Pepe in Los Angeles: “for Mexicans soccer and the virgin are something holy”.

„Beautiful, beloved Mexico“, as it is called in a famous song, is full of colours, music and joy as it is unfortunatley also full of violence in these times. Since my hairdresser recommended to me not to write about my view of the political situation in this country on the internet, I will only tell about the beautiful colours, smells and tastes of Mexico. About the other things I will report after we have crossed the border to Guatemala.

Orale Mejico

Clea

Loreto, Lower California, february 2016

 

 

 

Zwischenstand

San Ignacio ist sicher ein verbreiteter Name im lateinamerikanischen Raum und auf Google Maps gibt es bestimmt einige zu finden. Wir meinen damit den Ort ziemlich genau in der Mitte von Baja California, wo wir heute, am 14.02., angekommen sind.

Es ist Valentinstag und wir haben ihn mit einem wunderschönen Morgen auf einer „Whale-watching-tour“ in der „Laguna Ojo de Liebre“ verbracht. Dazu gibt es demnächst einen eigenen Bericht mit Video, sobald wir eine Internet-Verbindung haben, die das erlaubt.

Nach dem knapp dreistündigen Besuch bei den Walen ging es durch das Zentrum von Baja California an die Ostküste der Halbinsel. Ganz haben wir es nicht geschafft und sind in San Ignacio „zwischengelandet“. Eigentlich wollten wir nach Muleje und an die Bahía de Concepción. Dort treffen wir vielleicht noch Mark und Saskia.

Hier in San Ignacio gibt es ein schönes Hotel mit alberca (pool), Restaurant und angeschlossenem RV-Park. Das ist der amerikanische Ausdruck für „Caravan-Stellplatz“. Für hiesige Verhältnisse teuer (umgerechnet ca. 15 €/Nacht), aber mit Strom, Wasser und Schwimmbad. Wir haben es zwar noch nicht genutzt, aber die Temperaturen legen es nahe, das Angebot heute noch wahrzunehmen.

WiFi gibt es auch, aber für einen zeitlich überschaubaren Upload von Videos ist die Verbindung nicht ausreichend. Wir beschränken uns deswegen erst mal auf diese Textnachricht, um uns zurückzumelden und hoffen, dass sie durchgeht.

Vermutlich wird es auch in Zukunft mit den Internet-Verbindungen nicht so gut klappen wie in den USA. Starbucks, Walmart und MacDonalds gibt es (gelegentlich) zwar auch hier, aber leider nicht mit WiFi. Mit anderen Worten: Wir formulieren und produzieren demnächst sozusagen „auf Vorrat“ und stellen dann alles ein, wenn wir wieder einmal schnelles Internet haben.

Bis jetzt läuft alles wunderbar. Die Mexikaner, mit denen wir bisher zu tun hatten, sind hilfsbereit, manchmal neugierig, sehr freundlich und offen für jede Frage. Oft werden wir nach unserem Woher und Wohin gefragt oder nach den beiden Projekten, für die wir unterwegs sind. Schwierigkeiten irgendwelcher Art hatten wir keine und gehen davon aus, dass das auch so bleibt.

Nachts schlafen wir bestens, sei es in RV-Parks (s.o.) oder hinter einem Hotel (mal kostenlos, mal gegen einen bescheidenen Obulus, mal komfortabel mit allem Drum und Dran), aber immer mit dem Gefühl, wohl behütet zu sein.

Morgen geht es weiter zur Bahia de Concepcion. Mal sehen, ob wir Saskia und Mark noch treffen. Möglicherweise machen wir dann gemeinsam mit ihnen die Überfahrt von La Paz nach Mazatlán „auf dem Kontinent“.

Soviel mal für heute als kurzen „Zwischenstand“.

JW