Erste neue Freunde

Mark und Sakia, die beiden Engländer, die hier gestrandet sind, waren gestern Abend bei mir zu einem Glas Wein. Wir kamen ins Gespräch und ja, wir haben ziemlich ähnliche Pläne und wollen in Kontakt bleiben.

Die beiden sind auf Hochzeitsreise, haben ihren HYMER vor ein paar Monaten gebraucht gekauft und sind dabei offensichtlich reingelegt worden. Obwohl Mark sich mit mechanischen Dingen gut auskennt, wie er sagt, sind einige Dinge erst aufgetreten, nachdem sie ein paar hundert Meilen gefahren waren. Und jetzt stecken sie in Schwierigkeiten.

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In Halifax

Also, man kann sich hier wohlfühlen. Überschaubare Stadt, sehr freundliche Menschen, interkultureller Touch, sehr geschichtsbewusst, vor allem auch im Hinblick auf die Geschichte der Einwanderung, die hier als positiv wahrgenommen wird.

Neben einem sehr sehenswerten „Museum of Immigration“ gibt es auch ein Denkmal zu Ehren der „Emigranten“, also jener Menschen, die „den Mut hatten, ihre Heimat zu verlassen und in der Fremde eine neues Leben anzufangen“ wie es sinngemäß in der Inschrift heißt. Angesichts der Debatte in Deutschland über die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten ein bemerkenswerter Satz.

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Geschafft

Heute Nacht haben mich Zweifel geplagt, ob der zweite Adapter passen kann. Wenn ich die beiden Adapter zusammenschrauben kann, dann müssen sie doch dasselbe Gewinde haben und dann kann auch der zweite hier nicht passen.

Heute morgen bin ich dann gleich los. Schon beim Anblick meines Adapters klärte sich der Blick des Verkäufers auf: „Ja, der könnte passen“. Aber dann die Enttäuschung: „Nein, der passt doch nicht“ und schließlich „Vielleicht doch, aber nur mit der großen Pistole für Lastwagen, die Gas transportieren“. Genau, das war’s dann, damit ging es und ich hatte dann erst einmal zwei volle Tanks.

Damit war das Problem aber noch nicht endgültig gelöst, denn …

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Der zweite Adapter

Eben habe ich noch einmal nachgeschaut. Der Adapter, mit dem ich am Vormittag versucht habe, Gas zu tanken, hat nicht gepasst. Aber wo ist nur der zweite Adapter, den ich mit Sicherheit auch gekauft und in der Cajita verstaut habe? Ich zerbreche mir den Kopf und weiß keinen Rat.

In meiner „Verzweiflung“ schaue ich mir noch einmal den „falschen“ Adapter an, und siehe da, jetzt sehe ich, was passiert ist: Ich habe die beiden Adapter beim Verpacken zusammengeschraubt, um Platz zu sparen. Ein paar Bewegungen, und jetzt sind es zwei Adapter und einer davon muss der richtige sein.

Ich bin überglücklich und denke, damit habe ich das Problem gelöst.

Morgen früh fahre ich sofort wieder zu dem Gasverkäufer um Gast zu tanken,

In Shubie

Auf dem Shubie-Campground lerne ich sofort zwei Engländer kennen. Sehr nett und auf ihrer Honeymoon-Reise. Wie wir haben sie etwa zwei Jahre für ihre Reise geplant und – wie wir – sind sie viel zu spät dran. In ihrem Fall, weil ihr alter HYMER Probleme bereitet. Sie hängen jetzt schon fünf Wochen hier fest, weil sich ihr Motor immer wieder überhitzt und bisher alle Versuche, den Wagen in Ordnung zu bringen, nichts gebracht haben. Heute ist aber ein Ersatzeil von Mercedes aus Deutschland hier angekommen, und morgen soll es eingebaut werden.

Als sie von meinen Problemen mit dem Gasanschluss hören,

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Endlich

Endlich kann ich sie in Empfang nehmen. Die Cajita ist wohlbehalten angekommen. Ich kann keinen Kratzer entdecken. Alle Türen und Fenster waren versiegelt. Auch innen scheint alles in bester Ordnung zu sein.

Jetzt kann es losgehen.

Mein erster Weg: Zur Tankstelle. Kein Problem. Diesel gibt’s hier überall.

Mein zweiter Weg zum Gas, zum Propangas für unsere Gasflaschentanks: Hier gibt es leider die erste Enttäuschung: Der Adapter, der mir in Deutschland verkauft wurde, passt nicht. Es gibt also kein Gas, aber ein Adresse, wo man mir vielleicht helfen kann.

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Ankunft in Halifax

Heute bin ich in Halifax angekommen. Angenehmer Flug, einfache und schnelle Zollabfertigung, schönes Hotel in Dartmouth auf der anderen Seite des Meeresarms, der Halifax und Dartmouth trennt. Hier der Link zu den hoteleigenen Fotos:

Ich habe sieben Nächte gebucht, in der Hoffnung, die „Cajita“ am 13. Oktober abholen zu können. – Bin gespannt.

Verspätung Nummer 2

Sehr geehrter Herr Weigmann,

Wir haben soeben ein unschönes update der Reederei erhalten, bezüglich des Schiffes, was Ihren Camper nach Nordamerika transportiern soll:

 Betreff: RE: Atlantic Cartier 5218

Hallo zusammen,

wie soeben auch telefonisch besprochen, gibt es leider eine weitere Verzoegerung bei der Atl. Cartier 5218.

Die Reparaturen dauern laenger als geplant und das Schiff wird nun erst am 02.10. Antwerpen verlassen.

Neues ETA in Halifax ist der 12.10.15

und ETA in Baltimore der 14/15.10.15

Wir bitten nochmal vielmals um Entschuldigung!

Mit freundlichen Gruessen / Best Regards

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Verspätung Nummer 1

Kaum haben wir die Cajita im Hafen in Hamburg abgegeben. Erreicht uns diese Nachricht:

Sehr geehrter Herr Weigmann,

Ihr Fahrzeug wurde am Wochenende in Hamburg verladen und ist auf dem Weg nach Antwerpen.

Jedoch haben wir soeben die Nachricht der Reederei erhalten, dass das Schiff kurzfristig repariert werden muss:

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Es wird ernst

Heute ist der 17. September. Nach langem Warten und vielen unvorhergesehenen Verzögerungen ist es endlich soweit.

Unsere „Cajita de Música“ geht auf die lange Reise nach Halifax.

(Foto Cajita im Hafen)

Irgendwie tut es weh, sie so „alleine“ zu lassen. Auch wenn wir sie noch nicht lange haben, sind wir doch schon sehr vertraut mit ihr.

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Vor der Verschiffung

Einen Tag vor der Verschiffung unserer Cajita de Música stehen wir auf einem Stellplatz in der Nähe von Hamburg.

Wir sind ein wenig schwermütig:

Ab morgen, werden wir – zumindest für die nächsten Wochen – ohne Wohnung und ohne unsere Cajita sein.

Wir fühlen uns ein wenig nackt und verloren, wie Würmer, die man aus ihren Erdlöchern gezerrt hat.

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