Wettersturz

Gestern hatten wir noch Temperaturen um die 27 Grad, Celsius natürlich und haben das tolle Wetter am Strand in der Nähe von Panama City, FL genossen:

Heute nacht ist das Thermometer auf  sage und schreibe 5 Grad gefallen.

Die Fahrt von New Orleans, LA, bis Beaumont, TX, war außerdem sehr stürmisch. Der Wettersturz kündigte sich an. Das Fahren war wegen der Sturmböen sehr anstrengend. Nördlich von uns gab es sogar etliche Tornados, die auch erheblichen Schaden anrichteten.

Gestern Abend waren wir etwas besorgt, aber im Laufe der Nacht beruhigte sich das Wetter und heute morgen scheint schon wieder die Sonne.

Trotzdem wollen wir jetzt zügig nach Westen fahren, wo das Wetter deutlich besser und vor allem ruhiger zu sein scheint.

Unser Ziel ist heute San Antonio.

Liebe Grüße an alle Freunde, die unsere Reise verfolgen.

JW + Clea

 

Weihnachtslieder: Ein Versuch

Zu Weihnachten gehören natürlich auch Weihnachtslieder. Gemeinsam mit Maria und Hal versuchen wir uns erstmal irgendwie auf die Grundlagen unseres gemeinsamen „Auftritts“ zu einigen:

Und dann geben wir natürlich unser Bestes:

Dass Maria auch in einem richtigen Chor singt, hört man durchaus. Dass wir anderen dagegen Laien sind, leider auch.

Der musikalische Höhepunkt war sicher dieser:

Was für ein wunderschöner Weihnachtsabend!!!

JW

Billiard um halb zehn

Hal und Maria haben uns eingeladen, Weihnachten mit Ihnen zu verbringen. Wir freuen uns sehr über die Einladung und sind schon am 21. Dezember wieder in Gainesville.

Gemeinsam mit Eric, Hal’s Sohn und mit Maria verbringen wir den ersten Abend u.a. mit einer Partie Billiard. Hal hat ein großes Zimmer, in dem ein „ausgewachsener“ Billiardtisch steht.

Wir haben viel Spaß an diesem Abend:

JW

Bitte nicht nachmachen

Auf der Rückfahrt von den Keys nach Festland-Florida „vollendeten“ wir die ersten 10.000 km  auf unserer Reise.

Nun sind wir zwar nicht unterwegs, um möglichst viele Kilometer zu fressen, aber irgendwie war das doch ein besonderer Moment und ich versuchte ihn per Kamera einzufangen.

Das ist zwar mehr oder weniger gelungen, aber zur Nachahmung nicht zu empfehlen. Bei über Tempo 100 und reichlich Böen vom Meer war das Ganze eine wacklige (und ziemlich unvorsichtige) Angelegenheit.

Aber schaut Euch selbst an, was dabei herausgekommen ist:

Übrigens: Bis jetzt macht unsere „Cajita de Música“ ohne Probleme mit. Allerdings haben wir durch Steinschlag leider schon zwei kleine Schäden an der Windschutzscheibe. Bei nächster Gelegenheit müssen wir das fachgerecht verkleben lassen, damit die Risse nicht größer werden.

 

Ein Spaziergang durch Key West

O.K., Key West ist ein „Muss“, wenn man schon auf den Keys ist. Und so machten wir uns auf die lange Fahrt zur Südspitze der Inselkette.

Dort erwartete uns eine relativ kleine Stadt, die eigentlich einen etwas verschlafenen Eindruck machte. Aber vielleicht lag das auch nur an der Jahreszeit – kurz vor Weihnachten – oder an dem Stadtteil, den wir uns ausgesucht hatten.

Es war ein „alternativ“ wirkendes Viertel mit älteren Häusern, einem großen Friedhof, kleinen Geschäften und viel tropischem Grün. Uns gefiel es dort sehr gut:

Ja, und dann ist da natürlich auch noch das Hemingway Haus und Museum. Wer will, kann gerne mal einen Blick hineinwerfen:

JW

 

 

 

Supermarkt-Hähnchen

Wer auf dem langen Weg nach Key-West einmal Lust auf ein richtig knuspriges Supermarkt-Hähnchen hat, sollte sich vielleicht einmal auf dem Parkplatz davor umschauen:

Die Hähnchen von Key West haben Tradition: In den dreißiger Jahren verbot die Stadt als letzte in den USA den Hahnenkampf. Und da niemand wusste, was man mit den Hähnen machen sollte, entließ man sie in die Freiheit. Gleichzeitig wurde die Region zu einem Vogelschutzgebiet erklärt. Das rettete die frei lebenden Hähne vor dem Schlachter und seitdem wird Key West von etlichen munter krähenden Federtieren bevölkert.

Da zum Fortbestand der Hähnchen auch die Hühner gehören, vermute ich mal, dass es auch frei lebende Hennen gibt. – Aber die haben wir nirgends gesehen.

JW

Wie im Flug

Bevor die US 1 Anfang des letzten Jahrhunderts gebaut wurde, waren die Keys ganz sicher ein wunderschönes Paradies mit einer unberührten Natur. Auch heute gibt es noch eine ganze Reihe von State Parks, in denen Reste dieser Insel-Welt zwischen dem Atlantik und dem Golf von Mexiko bewahrt werden. Sie vermitteln einen Eindruck von der Schönheit und der Artenvielfalt, die diesen Teil der Welt einmal ausmachten.

Heute ist die US 1 natürlich nicht mehr wegzudenken. Sie ist die Lebensader der Keys und hat erst den Massentourismus ermöglicht, der Florida zu einer der bevorzugten Ferien- und Tourismus-Regionen in den USA gemacht hat.  US 1 verbindet 40 Inseln und ist rund 200 km lang.

Auch wenn uns streckenweise das schlechte Gewissen des Umweltbewusstseins geplagt hat: Es ist einfach ein tolles Erlebnis, über den Overseas Highway zu rauschen, den warmen Fahrtwind zu spüren und (als Beifahrer) den Blick über die beiden Meere schweifen zu lassen:

JW

 

 

In the Everglades

Eigentlich wollen wir diesmal gar nicht in die Everglades. Aber durch den Süden Floridas zu fahren und nicht die Everglades besuchen, das passt auch nicht zusammen.

Also sind wir reingefahren. Und es hat sich gelohnt. Die Everglades sind eine einmalige Sumpflandschaft mit einer beeindruckenden Pflanzen- und Tierwelt.

Die Fauna kann man eigentlich immer bewundern. Bei der Fauna klappt es manchmal nicht so gut.

Das hängt vom Regen ab, von der Jahreszeit, vom „Jagdglück“ und von der Zeit, die man mitbringt, Zeit hätten wir genug gehabt, Glück hatten wir weniger und vor allem hat das Wetter nicht  mitgespielt.

In diesem Jahr hat es im Winter wohl besonders viel geregnet. Und die Everglades waren voll mit Wasser. Das hat die Moskitos gefreut, die sich besonders heftig vermehrt haben, und auch die anderen Tiere, die es hier geben soll. Aber weil es überall Wasser gibt, haben die es nicht nötig, sich in den Gebieten herumzutreiben, in denen die Menschen unterwegs sind und die Moskitos brauchen nicht auszuschwärmen, die haben ja die Touristen in Flugweite.

Also, ich muss das jetzt die Konsequenzen nicht weiter erklären. Und natürlich war es  ein Erlebnis, das sich gelohnt hat:

Iguanas zum Frühstück

Tiere gibt es in Florida reichlich. Leider oft nur als „road kill“ auf den Highways, manchmal in den zahlreichen State- und Nationalparks (wenn man Glück hat und das Wetter passt), gelegentlich auch auf dem Campingplatz oder auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt (dazu mehr im nächsten Post).

In der Nähe von Marathon, auf halbem Weg nach Key West,  gab es jedenfalls „Iguanas zum Frühstück“:

 

 

 

Abendstimmung – Big Cypress National Preserve

Auf dem Weg zu den Everglades im Süden von Florida haben wir eine Nacht im Big Cypress National Preserve Station gemacht.

Sobald die Nacht begann, wurden wir von einem Heer von Moskitos und kleinen Stechmücken heimgesucht; die kleinen „gnats“, wie sie auf Englisch heißen, konnten auch unsere Moskitonetze mühelos durchdringen und bescherten uns eine mehr als unruhige Nacht.

Dafür wurden wir durch eine wunderbare Abendstimmung entschädigt:

Kleine und größere Wunden

Wenn man so lange auf engem Raum zusammen lebt wie wir beide, sind kleine und größere, äußere und innere Wunden leider nicht immer zu vermeiden:

 

Keaton Beach

Nach Gainesville und unserer schönen Begegnung mit Hal und Maria fuhren wir an die Golfküste. Mehr oder weniger zufällig fanden wir die Keaton Beach. Kein typischer Sandstrand, eher etwas für Naturliebhaber und Sonnenuntergangsfreunde.

Also genau richtig für uns. Wir verbrachten hier drei Tage, feierten meinen Geburtstag und erfreuten uns einfach an Stille und Meer:

 

Im Gatorland

Florida ist berühmt für seine subtropische Fauna und Flora. Im Paynes Prairie State Park in der Nähe von Gainesville bin ich mit Hal, meinem Freund und Gastgeber, in sehr, sehr engen Kontakt mit den frei lebenden Alligatoren gekommen:

Es waren ein paar aufregende Stunden und bis zum Schluss waren wir uns nicht sicher, ob die Urviecher einfach keinen Hunger hatten oder aus Prinzip uns Menschen ignorieren.

JW

Kochen in der Cajita

Heute wird aufgekocht. Trotz der Enge in unserer Cajita de Música gelingt es Clemencia immer wieder, tolle Gerichte zu zaubern.

Diesmal gibt es etwas Peruanisches:  „Lomito saltado“ und „Aji de gallina“:

 

Da war was los!

Zwei Tage vor Clemencias Geburtstag trafen wir uns mit Felipe und José und ihren Familien in Atlanta. Felipe und José stammen aus Kolumbien und sind seit ihrer Kindheit beste Freunde.

Diese  beiden haben wir vor rund zehn Jahren über Cesar, unseren Sohn, kennengelernt. Sie wurden zu guten Freunden und gern gesehen Gästen in unserem Haus in Atlanta.

Über die Jahre sind wir in Kontakt geblieben und einmal haben wir sie vor Jahren auch kurz in Atlanta besucht.

Vor zehn Jahren waren die beiden noch illegale Einwanderer, „hispanics“, wie hier alle heißen, die aus Mittel- und Südamerika stammen.

Heute sind sie mit zwei amerikanischen Schwestern verheiratet, haben gemeinsam fünf Kinder, zwei schöne Häuser und zwei Unternehmen: einen Möbelhandel und eine Umzugsfirma. Sie sind beide amerikanische Staatsbürger und – vor allem – sehr liebe Menschen, die uns herzlich aufgenommen haben.

Und da war wirklich etwas los:

Wer gerne die Langfassung – ganz auf Spanisch – sehen möchte: Hier ist sie:

Und dann noch dieses Interview mit Felipe und José und ihren Frauen Katy und Meredith. Es geht um den „amerikanischen Traum“, den die beiden verwirklicht haben:

(Video folgt)