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Nochmal Glück gehabt

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Wir sind gerade mal den ersten Tag Richtung Süden unterwegs, da passiert uns ein grober Fehler: Wir tanken – vorsichtshalber – noch einmal nach, bevor wir über eine anspruchsvolle Piste von der Hauptstrecke Richtung Baga Gazarin Chuluu abbiegen. Das ist eine exponierte felsige Region, in der ein verlassenes Kloster liegt. Horst und Helga, die schon einen Tag vor uns Ulan Bator abgereist sind, erwarten uns dort.

Natürlich tanken wir Diesel, weil wir ja ausdrücklich einen Diesel bestellt haben und kommen gar nicht auf den Gedanken, dass unser russischer UAZ Patriot etwas anderes benötigen könnte. Werner sitzt am Steuern und merkt schon bald, dass der Motor nicht so rund läuft wie bisher. Trotzdem fahren wir weiter. Wird schon klappen.

Die Piste ist vor allem auf dem letzten Stück extrem ruppig. Hier ein paar Aufnahmen aus dem Mog:

Wir selbst sind so auf die Herausforderungen der Strecke konzentriert, dass wir nicht ans Filmen denken.

Als wir schließlich bei den Felsen ankommen, wo uns Horst und Helga freudig empfangen, ist uns klar, dass irgendetwas nicht mit dem Motor stimmt. Ziemlich unangenehm, denn wir sind jetzt weit von der Hauptstrecke entfernt. Wahrscheinlich – so denken wir – hat man uns an der letzten Tankstelle verunreinigtes Diesel verkauft und jetzt müssen wir irgendwie über die schwierige Piste dorthin zurück, um „gutes“ Diesel zu kaufen und unseren Tank zu füllen.

Noch immer ahnen wir nicht, dass unser Motorproblem nichts mit der Dieselqualität zu tun hat, sondern mit dem falschen Treibstoff und verbringen Helga und Horst einen schönen Abend am Lagerfeuer:

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Nachts kann ich wegen unserer technischen Probleme nicht gut schlafen und denke immer wieder drüber nach, ob unser Motor wirklich nur deswegen so heftig muckt, weil er zwanzig Liter schlechtes Diesel bekommen hat. Da wir ja noch doppelt soviel Diesel im Tank hatten, kommt mir das irgendwie nicht sehr überzeugend vor. Was, wenn ein viel schlimmeres Problem vorliegt, wenn das Auto ein Benziner ist?

Am nächsten Morgen schauen wir im Tankdeckel nach, versuchen die mongolische Betriebsanleitung zu lesen und sind schließlich sicher: Wir haben unseren Benziner mit Diesel betankt. Eine mittlere Katastrophe. Guter Rat ist teuer. Es scheint nur eine realistische Lösung zu geben, nämlich den Tank komplett zu leeren und mit Benzin zu füllen. Wir hoffen, dass das irgendwie zu schaffen ist und der Motor noch keinen größeren Schaden erlitten hat

Als erstes machen sich Horst und Werner im Mog auf die beschwerliche Fahrt, um Benzin und einen Schlauch zu besorgen. Nach ein paar Stunden sind sie zurück. Kurz danach kommen andere Traveller nach, die wir schon aus Ulan Bator kennen. Sie haben in der Nähe übernachtet und von Horst und Werner von unserem Pech gehört. Ohne die Hilfe von Janine und Tobias (die wie gelernte Mechaniker an die Sache gehen) sowie Lutz (der alles Werkzeug dabei hat) und seiner Connie, die immer für gute Laune sorgt, wären wir wohl kläglich gescheitert.

Dann beginnt der Versuch, den Tank vom restlichen Treibstoffgemisch zu befreien. Das ist leichter gesagt als getan und dauert Stunden: Der Schlauch, den Horst und Werner mitgebracht haben, passt nicht in den Tankstutzen. Ein dünnerer Schlauch, den Lutz dabei hat, reicht nicht weit genug in den Tank, weil die Tankleitung zu stark gekrümmt ist. Von unten kommen wir nicht an den Tank, weil er von einem Bodenblech geschützt wird. Es bleibt kein anderer Weg, als dieses Blech komplett abzumontieren. Dann endlich können wir die freigelegte Tankleitung abklemmen und unseren Schlauch direkt in den Tank einführen. Als endlich das restliche Treibstoffgemisch aus dem Tank in den bereitgestellten Kanister abfließt, sind wir sehr erleichtert.

Nachdem der Tank mit Benzin gefüllt ist, schieben wir ihn über die leicht geneigte Wiesenfläche an und hoffen alle, dass er anspringt. Horst sitzt am Steuer und wir verfolgen mit gebanntem Blick den langsam rollenden und hustenden Patriot, der einfach nicht anspringen will. Als wir alle schon fast aufgegeben haben, hören wir plötzlich das typische Geräusch von ein, zwei, drei Zündungen und – tatsächlich – der Motor läuft und fährt plötzlich wieder aus eigener Kraft.

Was für ein Glück!

Español

Otra vez afortunado

Nos dirigimos desde Ulan Bator hacia el sur el primer día, cuando cometemos un gran error: repostamos, como medida de precaución, nuevamente, antes de desviarnos en una pista difícil desde la línea principal hasta Baga Gazarin Chuluu. Esta es una región rocosa expuesta con un monasterio abandonado. Horst y Helga, que dejaron a Ulan Bator un día antes que nosotros, nos están esperando allí.

Por supuesto, repostamos diesel, porque hemos pedido un diesel con la compania de autos alquilados y ni siquiera pensamos que nuestro UAZ Patriot de Russia podría necesitar algo diferente. Werner está detrás del volante y pronto se da cuenta de que el motor no está funcionando tan bien como antes. Sin embargo, seguimos. Trabajará, – pensamos.

La pista es extremadamente áspera, especialmente en la última parte. Aquí hay algunas tomas desde el Mog:

Nosotros estamos tan concentrados en los desafíos de la pista que no pensamos en filmar.

Cuando finalmente llegamos a las rocas, donde Horst y Helga nos saludan alegremente, nos damos cuenta de que algo está mal con el motor. Bastante incómodo, porque ahora estamos lejos de la línea principal, donde podríamos conseguir ayuda. Probablemente, así pensamos, nos vendieron diesel contaminado en la última gasolinera.

Todavía no entendemos que nuestro problema con el motor no tiene que ver nada con la calidad de diesel pero con el combustible incorrecto que hemos echado. Y así pasamos una agradable velada con Horst y Helga alrededor de una fogata:

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Por la noche no puedo dormir bien debido a nuestros problemas técnicos y pienso en ello una y otra vez. Me pregunto si puede ser, que nuestro motor realmente tiene tantos problemas, solo porque echamos veinte litros de diesel defectuoso, ya que teníamos el doble de petróleo todavía en el tanque. Eso no me parece muy convincente. ¿Qué pasa si existe un problema mucho peor, si el automóvil es un motor de gasolina? A la mañana siguiente, buscamos en la tapa de la gasolina, tratamos de leer las instrucciones en idioma Mongolia y finalmente estamos seguros: Hemos alimentado nuestro tanque de gasolina con diesel. Un desastre malo. Un buen consejo es caro. Parece que solo hay una solución realista, vaciar completamente el tanque y llenarlo con gasolina. Esperamos que esto sea posible de una u otra manera y que el motor no haya sufrido todavía ningún daño importante.

Primero, Horst y Werner hacen el difícil viaje en el Mog para conseguir gasolina y una manguera para sacar el combustible, que queda en el tanque. Después de unas horas están de vuelta. Poco después, otros viajeros vienen, ya lo sabemos por Ulan Bator. Se quedaron cerca y escucharon de Horst y Werner sobre nuestra mala suerte.

Sin la ayuda de Janine y Tobias (que son mecánicos capacitados) y Lutz (que tiene todas las herramientas con él) y su Connie, que siempre está de buen humor, probablemente hubiéramos fracasado estrepitosamente. Luego comienza el intento de deshacerse del tanque de la mezcla de combustible restante. Esto es más fácil decirlo que hacerlo y lleva horas: la manguera que trajeron Horst y Werner no encaja en el cuello de llenado. Una manguera más delgada que Lutz tiene con él no llega lo suficiente al tanque porque la línea del tanque es demasiado curva. Desde abajo, no llegamos al tanque porque está protegido por un panel de metal. No hay otra manera que desmantelar esta hoja completamente. Entonces, finalmente, podemos desconectar la línea del tanque expuesta e insertar nuestra manguera directamente en el tanque. Cuando finalmente la mezcla de combustible restante del tanque fluye hacia el recipiente, estamos muy aliviados.

Una vez que el tanque está lleno de gasolina, empujamos el auto sobre el área del prado ligeramente inclinada y esperamos que arranque el motor. Horst está detrás del volante y estamos observando al Patriot, que está rodando lentamente y tosiendo, pero simplemente no quiere arrancar. Cuando casi todos nos hemos rendido, de repente escuchamos el ruido típico de uno, dos, tres encendidos y, de hecho, el motor está en marcha y de repente vuelve a funcionar por sí solo.

Que suerte

English

Again lucky

We are just heading south from Ulan Bator for the first day, when we make a big mistake: we refuel – as a precaution – again, before we turn off on a challenging track from the main line to Baga Gazarin Chuluu. This is an exposed rocky region with an abandoned monastery. Horst and Helga, who left Ulan Bator one day before us, are waiting for us there.

Of course we refuel diesel, because we have ordered a diesel and do not even think that our Russian UAZ Patriot could need anything else. Werner sits at the steering wheel and soon realizes that the engine is not running as smoothly as before. Nevertheless, we continue. It will work, we think.

The track is extremely rough, especially on the last part. Here are some pictures taken from the Mog:

We ourselves are so focused on the challenges of the track that we do not even think of filming our ride. When we finally arrive at the rocks, where Horst and Helga greet us joyfully, we realize that something is wrong with the engine. Pretty uncomfortable, because we are now far away from the main road. Probably – so we think – we were sold contaminated diesel at the last gas station and now we don’t know how to get back to the main road on the difficult track in order to get „good“ diesel and fill our tank.

We still do not understand that our engine problem has nothing to do with the diesel quality, but with the wrong fuel we filled in at the last gas station. And so we spend a nice evening around the campfire with Horst and Helga:

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But during the night I can not sleep well because of our technical problems and think about it over and over again. Is it really possible that our engine reacts so violently, only because we refueled it with twenty liters of “bad” diesel. Since we had twice as much “good” fuel in the tank, that does not seem to me very convincing. What if a much worse problem exists, if the car has a gasoline engine? The next morning we look in the gas cap, try to read the Mongolian instructions and are finally sure: We have fueled our car with diesel. A mean disaster. Good advice is expensive. There seems to be only one realistic solution, namely to completely empty the tank and fill it with petrol. We hope that this is somehow possible and the engine has not suffered any major damage.

First, Horst and Werner set off on the difficult journey in the Mog to get petrol and a hose. After a few hours they are back. Shortly thereafter, other travelers come, who we already know from Ulan Bator. They stayed overnight nearby and heard from Horst and Werner about our bad luck.

Without the help of Janine and Tobias (who worked like trained mechanics) and Lutz (who had all the necessary tools with him) and his Connie, who is always in a good mood, we would probably have failed miserably.

Then begins the attempt to rid the tank of the remaining fuel mixture. This is easier said than done and takes hours: The hose that Horst and Werner brought with them does not fit into the filler neck. A thinner hose that Lutz has with him does not reach far enough into the tank because the tank line is too curved. From below, we do not reach the tank because it is protected by a floor panel. There is no other way than to dismantle this sheet completely. Then finally we can disconnect the exposed tank line and insert our hose directly into the tank. When finally the remaining fuel mixture from the tank flows into the canister, we are very relieved.

After the tank is filled with gasoline, we push it over the slightly sloping meadow area and everyone hopes that he starts. Horst is behind the wheel and we are watching the slowly rolling and coughing Patriot, who simply does not want to start. When we’ve all almost given up, we suddenly hear the typical noise of one, two, three ignitions and – in fact – the engine is running again and suddenly back on its own.

What luck!

 

 

 

Ulan Bator

Deutsch – EspañolEnglish

Die Hauptstadt der Mongolei heißt in der Landessprache UlaanBaatar:

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Die Stadt überrascht mich: Sie ist – zumindest im Zentrum – modern, sehr westlich orientiert und voller Leben:

Besonders beeindruckend das Regierungsgebäude mit einer imposanten Statue von Dschingis Khan:

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Gleich gegenüber von dieser beeindruckenden Gestalt steht die Reiterstatue des Gründers der modernen Mongolei, Sukhbataar:

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Zwischen den beiden gewichtigen Herren findet gerade eine Folklore-Veranstaltung statt; ich bin beeindruckt von den farbenfrohen Trachten und der intensiven Musik:

Vom alten Ulan Bator ist hier im Zentrum nicht mehr viel zu sehen. Nur am Rande der Stadt, wo die ärmeren Viertel beginnen, kann man noch einen Eindruck davon gewinnen, wie Ulan Bator früher ausgesehen haben mag:

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Unser Standplatz ist die Riverpoint Lodge am Rande der großen Stadt. Sie wird von René, einem sehr freundlichen und hilfsbereiten Österreicher, geleitet. Und natürlich gibt es – neben vielen anderen mongolischen, indischen und internationalen Gerichten auch österreichisches Gulasch. Hier erholen wir uns ein paar Tage ….

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… gut bewacht von jüngsten der drei Haushunde:

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Dann muss ich in ein Hotel in der Innenstadt umziehen, da am nächsten Morgen Helga, die Freundin von Horst, aus Deutschland nachkommt und im Mog nur für zwei Personen Platz ist.

Jetzt wohne ich also im Zaluuchuud Hotel in der Innenstadt von Ulan Bator:

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Nicht die erste Adresse in UB, aber durchaus akzeptabel.

Von hier aus mache ich mich auf den Weg zu den kulturellen Sehenswürdigkeiten der Stadt; von den vielen Klöstern, die es hier einst gab, wird heute nur noch eines von Mönchen genutzt, das Gandan Kloster:

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Während der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts wurden unter dem Regime der Sowjets tausende von Klöstern zerstört und zehntausend von Mönchen umgebracht. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion kehrte der Buddhismus allmählich wieder zurück ins Land. Dennoch gibt es heute nur noch wenige aktive Klöster in der Mongolei. Eininge andere sind noch erhalten, sind heute aber nur noch Museen wie z.B. das Tschoidschin Lama Tempel Museum, das inmitten einer Reihe von modernen Hochhäuser liegt.

Ein weiteres Relikt aus vor-sowjetischer Zeit ist der Winterpalast des Bogd Khan:

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Hier wird gerade ein Film gedreht; die Mönche sind „echte Schauspieler“ – wie mir der Regisseur selbst erklärt:

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Auf dem Weg zum Winterpalast kommt man auch an dieser Karawane vorbei. Sie ist wohl ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns auf unserer Reise ins Innere der Mongolei noch erwartet:

Español

En el idioma nacional La capital de Mongolia se llama UlaanBaatar:

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La ciudad me sorprende: es, al menos en el centro, moderna, muy occidental y llena de vida:

Particularmente impresionante es el edificio del gobierno con una impresionante estatua de Genghis Khan:

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Frente a Gengis Khan se encuentra la estatua ecuestre del fundador de la moderna Mongolia, Sukhbataar:

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Un evento de folklore se lleva a cabo actualmente entre los dos caballeros importantes; Estoy impresionado por los trajes coloridos y la música intensa:

Desde el antiguo Ulan Bator no hay mucho que ver en el centro. Solo en las afueras de la ciudad, donde comienzan los barrios más pobres, todavía se puede tener una idea de cómo se veía la antigua ciudad:

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El sitio, donde nos hemos estacionado durante los primeros días, es el Riverpoint Lodge en el borde de la gran ciudad. Está dirigida por René, un austriaco muy amable y servicial. Y, por supuesto, hay goulash austriaco, junto con muchos otros platos mongoles, hindúes e internacionales. Aquí nos relajamos por unos días …

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… bien vigilados por el más joven de los tres perros de la casa:

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Luego me tengo que mudar a un hotel en el centro de la ciudad, porque a la mañana siguiente Helga, la amiga de Horst, viene de Alemania y solo hay sitio para dormir en el Mog para dos personas.

Ahora vivo en el Hotel Zaluuchuud en el centro de Ulan Bator:

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No es la primera dirección en UB, pero acceptable.

Desde aquí me dirijo a los lugares culturales de la ciudad. De los muchos monasterios que una vez existieron aquí, solo uno se usa por los monjes de hoy, el Monasterio de Gandan:

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Durante la década de 1930, bajo el régimen soviético, miles de monasterios en Mongolia fueron destruidos y decenas de miles de monjes fueron asesinados. Con el colapso de la Unión Soviética, el budismo regresó gradualmente al país. Sin embargo, en la actualidad solo hay unos pocos monasterios activos en Mongolia. Algunos otros aún se conservan, pero hoy solo son museos como el Museo del templo Lama Tschoidschin, que está situado dentro de un complejo de rascacielos modernos:

Otro edificio importante, que se quedó de la era pre-soviética es el Palacio de Invierno de Bogd Khan:

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En uno de los patios están rodeando una película; los monjes son „verdaderos actores“ – como me expliqua el director mísmo:

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En el camino al Palacio de Invierno veo esta caravana. Probablemente sea una pequeña muestra de lo que nos espera en nuestro viaje hacia el interior de Mongolia:

English

the capital of Mongolia is called UlaanBaatar in the national language:

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The city surprises me: It is – at least in the center – modern, very Western-oriented and full of life:

Particularly impressive the government building with an heavy statue of Genghis Khan:

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Opposite this impressive figure stands the equestrian statue of the founder of modern Mongolia, Sukhbataar:

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A folklore event is currently taking place between the two important gentlemen; I’m impressed by the colorful costumes and the intense music:

Of the old Ulan Bator there is not much to see in the center any more. Only on the outskirts of the city, where the poorer quarters start spreading, one can still get an impression of how Ulan Bator used to look like:

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We are parked in the Riverpoint Lodge on the edge of the big city. It is led by René, a very friendly and helpful Austrian. And, of course, they offer Austrian goulash, along with many other Mongolian, Indian and international dishes. Here we relax for a few days:

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… very well protected by the youngest of the three dogs of the house:

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Then I have to move to a hotel in the city center, because the next morning Helga, Horst’s friend, will arrive from Germany and there is only room for two people in the Mog.

Now I live in the Zaluuchuud Hotel in downtown Ulan Bator:

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Not the first address in Ulan Bator, but it’s o.k.

From here I walk to the cultural sights of the city. Of the many monasteries that once existed here, only one is used by monks today, the Gandan Monastery:

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During the 1930s, under the Soviet regime, thousands of monasteries were destroyed and tens of thousands of monks were killed. With the collapse of the Soviet Union, Buddhism gradually returned to the country. Nevertheless, there are only a few active monasteries in Mongolia today. Some others are still preserved, but today they are museums like the Tschoidschin Lama Temple Museum, which is located between a complex of modern highrises:

Another relic from the pre-Soviet era is the Winter Palace of Bogd Khan:

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In one of the patios they are just shooting a movie. The monks are „real actors“ – as I am told by the director himself:

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On the way to the Winter Palace I met this camel caravan. It is probably a little taste of what awaits us on our journey into the interior parts of Mongolia.

Mongolei: Die erste Herausforderung

Deutsch – EspañolEnglish

Nach der problemlosen Einreise in die Mongolei ging es zunächst bis in die Nähe von Darchan. Unterwegs begegneten wir immer wieder kleineren Pferdeherden. Es waren „malerische“ Anblicke:

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Pferde unterwegs 3

Auf dem Weg zum Kloster Amarbayasgalant erleben wir zum ersten Mal, wie schwierig die Orientierung in der Mongolei sein kann, wenn man die geteerten Landstraßen verlassen muss. Trotz eines Navigationsgerätes, einer ziemlich guten Landkarte und zweier Handys, auf denen Google maps und Maps me laufen, verfehlen wir die richtige Piste und müssen uns schließlich über eine extrem schwierige Strecke zu unserem Ziel durchquälen:

Das Kloster selbst, seine Lage, die Ruhe, die die gesamte Umgebung und die Anlage ausstrahlen, sind überwältigend:

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Im Kloster selbst:

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Die Stupas hinter dem Kloster:

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Wir bleiben hier zwei Nächte. Die erste Nacht ist ruhig, aber kühl. Bis spät in der Nacht sitzen wir am Lagerfeuer:

In der zweiten Nacht mache ich einen ersten Selbstversuch. Wegen der starken Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht probiere ich das mitgebrachte Zelt und den Schlafsack aus. Schließlich möchte ich später noch knapp einen Monat gemeinsam mit Werner, der demnächst per Flugzeug nachkommt, im Leihwagen und mit Zelt durch die Mongolei reisen.

Zelt vor MOG

Die erste „Probenacht“ ist sehr lehrreich. Kaum bin ich ins Zelt „umgezogen“, beginnt es zu regnen, dann zu stürmen. Die Böen zerren an den Zeltschnüren, drücken das Zeltgestänge nach unten und mir die Zeltwand ins Gesicht. An Schlafen ist nicht zu denken. Außerdem ist es „arschkalt“.

Am nächsten Morgen bin ich fix und fertig und etwas skeptisch im Hinblick auf die nächsten drei bis vier Wochen.

Auch die Weiterfahrt Richtung Erdenet ist ziemlich heftig:

Die nächste Nacht auf dieser Etappe verbringen wir auf einer einsamen Anhöhe etwas südlich von Bulgan. Schon kurz nach Ankunft zieht eine riesige Herde von Pferden an uns vorbei, begleitet von zwei Hirten, die zu uns reiten und uns ansprechen. Leider verstehen wir kein Wort. Schließlich “spendet“ Horst einem der beiden eine Dose Bier. Das hellt die Mienen auf und wir können unbehelligt den Anblick der vorbeiziehenden Tiere beobachten:

Auch die Weiterfahrt bis nach Ulan Bator ist viel anstrengender als gedacht: Obwohl als Hauptverkehrsstraße (asphaltiert oder nicht asphaltiert) in unserer Landkarte ausgewiesen, erweist sich die Trasse über lange Strecken als eine ziemlich holprige Piste und mehrfach sind wir uns untereinander und mit den diversen Navigationssystemen nicht einig, ob wir nun die rechte, die linke oder die mittlere Spur nehmen müssen.

Nach einer weiteren Nacht auf freiem Feld:

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schaffen wir es schließlich doch bis zur Fernverkehrsstraße (diesmal asphaltiert), die uns schließlich bis nach Ulan Bator bringt.

Español

Mongolia: El primer desafío

Después de la entrada fácil a Mongolia, fuimos primero a Darchan, donde pernoctamos en la cercanía. En el camino nos encontramos una y otra vez con manadas pequeñas de caballos. Eran vistas „muy pintorescas“:

Pferde unterwegs

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De camino al Monasterio de Amarbayasgalant, experimentamos por primera vez lo difícil que puede ser la orientación en Mongolia si tiene que abandonar los caminos pavimentados. A pesar de un navegador, un mapa bastante bueno y dos teléfonos con Google Maps y Maps, perdemos la pista correcta y, finalmente, tenemos que negociar una ruta extremadamente difícil hacia nuestro destino:

El monasterio en sí, su ubicación, la tranquilidad que irradia todo el entorno y las instalaciones mísmas son abrumadoras:

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En el propio monasterio:

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Las estupas del monasterio:

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Nos quedamos aquí por dos noches. La primera noche es tranquila pero fresca. Nos quedamos junto a la fogata hasta altas horas de la noche:

La segunda noche hago un primer auto-experimento. Debido a las fuertes cambios de temperatura entre el día y la noche, pruebo la carpa y el saco de dormir por primera vez. Finalmente, me gustaría viajar durante aproximadamente un mes junto con Werner – quien pronto vendrá en avión – en un auto de alquiler y con una tienda de campaña en Mongolia.

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La primera „noche de ensayo“ es muy instructiva. Tan pronto como me haya mudado a la tienda, comienza a llover, luego se acerca una tormenta. Las ráfagas tiran de las cuerdas de la tienda, empujan los postes de la tienda hacia abajo y la pared de la tienda en mi cara. El sueño es impensable. Además, hace bastante frío. A la mañana siguiente estoy listo y un poco escéptico sobre las próximas tres o cuatro semanas.

El viaje hacia Erdenet también es bastante intenso:

La noche siguiente pasamos en una colina solitaria al sur de Bulgan. Poco después de nuestra llegada, una gran manada de caballos nos pasa, acompañados por dos pastores que cabalgan hacia nosotros y nos hablan. Lamentablemente no entendemos ni una palabra. Finalmente, Horst „dona“ una lata de cerveza a uno de los dos. Esto ilumina las caras y podemos observar la vista de los caballos que pasan sin estar molestados:

Incluso el viaje hacia Ulan Bator es mucho más agotador de lo esperado: aunque se muestra como una carretera principal (pavimentada o no pavimentada) en nuestro mapa, la ruta demuestra ser una ruta bastante accidentada en largas distancias y estamos varias veces entre nosotros y con los diversos sistemas de navegación. A veces no estamos de acuerdo si tenemos que tomar la derecha, la izquierda o el carril central.

Después de otra noche en campo abierto …

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finalmente, llegamos a la carretera principal (esta vez pavimentada), que nos lleva a Ulan Bator.

English

Mongolia: The first challenge

After an easy entry into Mongolia, we first went to a place near Darchan. On the way we sometimes met smaller herds of horses. They were „picturesque“ sights:

Pferde unterwegs

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On the way to Amarbayasgalant Monastery we experience for the first time how difficult the orientation in Mongolia can be if you have to leave the paved country roads. Despite a navigator, a pretty good map, and two phones running Google Maps and Maps me, we miss the right track and eventually have to go on an extremely difficult route to our destination:

The monastery itself, its location, the tranquility that the whole environment radiates  are overwhelming:

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Inside the monastery:

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The stupas behind the monastery:

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We stay here for two nights. The first night is calm but cool. We sit by the campfire late into the night:

The second night I make a first self-experiment. Because of the strong temperature changes between day and night I want to try out the tent and the sleeping bag, mainly because I will travel for a month or so together with Werner through Mongolia in a rental car and with a tent. Werner will soon be flying in by plane,

Zelt vor MOG

The first „rehearsal night“ is very instructive. As soon as I have moved into the tent, it starts to rain, then to storm. The gusts tug at the tent strings, push the tent poles down and the tent wall in my face. Sleep is unthinkable. Besides, it is „very cold“. The next morning I’m all done and a bit skeptical about the next three to four weeks.

The onward journey towards Erdenet is also quite intense:

The next night on our trip to Ulan Bator we spend on a lonely hill just south of Bulgan. Shortly after arrival, a huge herd of horses passes by, accompanied by two shepherds who approach us and start speaking to us. Unfortunately we do not understand a word. Finally, Horst „donates“ a can of beer to one of the two. This brightens the faces and we can continue watching the horses passing by:

Even the onward journey to Ulan Bator is much more exhausting than expected: Although shown as a major road (paved or unpaved) in our map, the route proves to be a rather bumpy track over long distances and we are several times at odds among each other and with the various navigation systems. We do not agree on whether we need to take the right, the left or the middle lane.

After another night in the open field:

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finally, we make it to the (paved) main road, which takes us to Ulan Bator.

Am Baikalsee

Deutsch – EspañolEnglish

Der Baikalsee ist der größte und tiefste Süßwassersee der Welt. Hier könnte man bis zu 1642 m tief tauchen. Haben wir aber nicht vor. Obwohl wir schon Anfang Juni schreiben, ist das Wasser noch ziemlich frisch. Bis vor kurzem trieben hier noch Eisschollen – wie man uns sagt:

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Der Ausblick von Listwankja zum Südufer ist grandios. Weil wir aber keinen geeigneten Stellplatz am Nordufer finden, entscheiden wir uns, am Angara-Fluss, der aus dem Baikal herausfließt, einen ruhigen und schönen Platz zu suchen:

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Der Platz ist wunderschön und ruhig, aber schon sehr bald zeigt sich, dass er auch bei den bestimmten Fliegen sehr beliebt ist. Buchstäblich tausende besetzen innerhalb kürzester Zeit die Karosserie des Mogs oder tanzen um uns herum. Zum Glück stechen sie nicht, sind aber extrem lästig:

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Trotzdem bleiben wir zwei Nächte. – Dann brechen wir zum Südufer des Sees auf. Das scheint weitgehend frei zu sein von Mücken und wir verbringen einen erholsamen Ruhetag mit Blick auf den Baikalsee. Baikal-Robben soll es hier zwar geben, aber wir sehen leider keine:

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Nach der kurzen Erholungspause trennen uns „nur“ noch rund 400 km von der Grenze zur Mongolei. Unterwegs machen wir noch einen „Schlenker“ durch das Delta der Serenga, eines südlichen Zuflusses zum Baikal. Dort liegt ein kleines, sehenswertes Kloster in exponierter Lage am See, weit abgelegenen und im Winter mutmaßlich sehr, sehr kalt:

In Ulan Ude machen wir nur einen kurzen Halt, um noch einmal „so richtig“ Lebensmittel in einem russischen Supermarkt einzukaufen.

Dann geht es durch das Tal der Selenga bis zur Grenze in die Mongolei. Unterwegs legen wir noch einmal eine Übernachtung am Flussufer ein und feiern unseren letzten Abend in Russland mit einem schönen Lagerfeuer (zum Teil aus herumliegenden getrockneten Kuhfladen):

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Español

En el lago Baikal

El lago Baikal es el lago de agua dulce más grande y profundo del mundo. Aquí podrás bucear hasta 1642 m. Pero no tenemos la intención de hacerlo. Aunque escribimos a principios de junio, el agua todavía está bastante fresca. Hasta hace poco, los témpanos de hielo todavía se movían aquí, como nos dicen:

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La vista desde Listwankja hasta la orilla sur es espectacular. Pero como no podemos encontrar un espacio de estacionamiento adecuado en la costa norte, decidimos buscar un lugar tranquilo y hermoso en el río Angara, que sale del Baikal:

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El lugar es hermoso y tranquilo, pero muy pronto resulta que también es muy popular entre ciertas moscas. Literalmente, miles de moscas ocupan rápidamente la superficie del Mog o bailan a nuestro alrededor. Afortunadamente, no pican, pero son extremadamente molestos:

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Sin embargo, nos quedamos dos noches. – Luego nos dirigimos a la orilla sur del lago. Esto parece estar en gran parte libre de mosquitos y pasamos un día de descanso en la orilla del lago. Se supone que las focas de Baikal están aquí, pero desafortunadamente no vemos ninguna:

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Después de un breve descanso estamos „solo“ a unos 400 km de la frontera con Mongolia. En el camino hacemos un desvio a través del delta de la Serenga, un afluente del sur del Baikal. Hay un pequeño monasterio en esta zona que vale la pena ver en una ubicación prominente en el lago, y en el invierno, probablemente, muy, muy frío:

En Ulan Ude nos quedamos por un tiempo para comprar comestibles en un supermercado ruso. Luego pasamos por el valle de la Selenga hasta la frontera con Mongolia. En el camino, una vez más pasamos la noche en la orilla del río y celebramos nuestra última noche en Rusia con una bonita fogata (en parte de „empanadas“ secas de vaca):

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English

At Lake Baikal  

Lake Baikal is the largest and deepest freshwater lake in the world. Here you could dive down to 1642 m. But we do not intend to do that. Although we are in early June, the water is still pretty fresh. Until recently ice sheets were still floating here – as we are told:

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The view from Listwankja to the south bank of the lake is terrific. But because we can not find a suitable overnight spot on the northern shore, we decide to look for a quiet and beautiful place at the Angara River, which flows out of the Baikal:

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The place is beautiful and quiet, but very soon it turns out that it is also very popular with certain flies. Literally thousands of flies quickly occupy the surface of the Mog or dance around us. Fortunately, they do not sting, but they are extremely annoying:

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Nevertheless, we stay two nights. – Then we head to the south shore of the lake. This seems to be largely free of mosquitoes and we spend a restful day there overlooking Lake Baikal. Baikal seals are supposed to be here, but unfortunately we do not see any:

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After this short break we are „only“ about 400 km from the border with Mongolia. On the way there we take a deviation through the delta of the Serenga, a southern tributary to the Baikal. There is a small, worth seeing monastery in a prominent location on the lake, far away and in the winter presumably very, very cold:

In Ulan Ude we stop for a while to buy groceries in a Russian supermarket for the last time. Then we travel through the valley of Selenga to the border with Mongolia. On the way, we once again spend a night at the riverbank and celebrate our last evening in Russia with a nice campfire (partly from dried cow patties lying around):

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Durch Sibirien

Deutsch – EspañolEnglish

Sibirien beginnt hinter dem Ural und reicht bis …. also ziemlich weit. Sehr weit sogar, z.B. bis zur Halbinsel Kamtschatka. Soweit wollen wir nicht, aber bis Irkutsk ist es auch schon ein ganz schönes Stück:

Karte bis Irkutsk

Um dorthin zu kommen, heißt es fahren, fahren, fahren …. meist über endlose Ebenen und fast immer durch ebenso endlose Birkenwälder (manchmal gemischt mit Fichten). Das geht buchstäblich über tausende von Kilometern so und ist harte, anstrengende Arbeit, auch wenn die Bilder noch so „romantisch“ wirken:

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Auch die Suche nach einem geeigneten Stellplatz für die Nacht abseits von der Hauptstrecke oder das Tanken von Frischwasser ist meist eine anstrengende Angelegenheit:

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An unserer Strecke liegen Omsk, Novosibirsk, und Krasnojarsk. Alles Orte und Namen, von denen wir schon einmal gehört haben, aber die man nicht unbedingt kennen muss.

Landschaftlicher Höhepunkt auf der langen Strecke ist der sehr schöne Naturpark Stolby mit einigen beeindruckenden Felsformationen in der Nähe von Krasnojarsk. Hier verbringen wir einen ganzen Tag und wandern durch die dichten und stillen Wälder:

Abends bemerken wir dann, warum so wenige Menschen in den Wäldern in diesem Park zu sehen sind: Auf unseren Körpern tummeln sich etliche Zecken. Und es dauert seine Zeit, bis wir sie wieder alle los sind.

Am Ende der langen Fahrt wartet Irkutsk. Und hier werden wir überrascht. Irgendwie hatten wir wieder diese dunklen Reihen von niedrigen sibirischen Holzhäuser erwartet, durch die wir so oft durchfahren mussten, aber Irkutsk ist ganz anders: modern, lebensfroh, mit einer schönen Uferpromenade, …

… einem Ausgehviertel für Nachtschwärmer …

… und einem ausgeprägten kulturellen Leben:

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In Irkutsk gibt es auch noch eine ganze Reihe von Holzhäusern, die typisch für Sibirien sind. Viele davon sind in einem schlechten Zustand, aber da und dort werden sogar neue Holzhäuser gebaut.

Ein Ensemble von mehreren Kirchen am Ufer der Angara ist besonders sehenswert:

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Español

A través de Siberia

Siberia comienza detrás de los Urales y llega a … tan bien lejos. Muy lejos incluso, por ejemplo. a la península de Kamchatka. No queremos llegar hasta allá, pero Irkutsk también es una pieza muy bonita:

Karte bis Irkutsk

Para llegar allí, significa conducir, conducir, conducir … sobre todo en interminables llanuras y casi siempre a través de bosques de abedules igualmente interminables (a veces mezclados con abetos). Esto literalmente se prolonga miles de kilómetros y es un trabajo arduo y agotador, incluso si las imágenes parecen a veces „románticas“:

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Además, la búsqueda de un espacio de estacionamiento adecuado para pasar la noche lejos de la carretera principal o el reabastecimiento de agua dulce suele ser un asunto agotador:

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En nuestra ruta están Omsk, Novosibirsk y Krasnoyarsk. Todos los lugares y nombres que hemos escuchado antes, pero no necesariamente lo sabemos. Lo más destacado de la ruta es el hermoso parque natural Stolby con algunas impresionantes formaciones rocosas cerca de Krasnoyarsk. Aquí pasamos un día entero recorriendo los bosques densos y silenciosos:

Por la noche, nos damos cuenta de por qué tan pocas personas se ven en los bosques de este parque: en nuestros cuerpos hay unas cuantas garrapatas. Y nos lleva tiempo deshacernos de todos ellos nuevamente.

Al final del largo viaje, Irkutsk espera. Y aquí estamos sorprendidos. De alguna manera, esperábamos nuevamente estas hileras oscuras de casas de madera siberianas bajas, a través de las cuales teníamos que pasar muy a menudo, pero Irkutsk es muy diferente: moderno, alegre, con un hermoso paseo marítimo …

… una zona de marcha nocturna …

… y una vida cultural fuerte:

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En Irkutsk también hay una serie de casas de madera que son típicas de Siberia. Muchos de ellos están en malas condiciones, pero aquí y allá se están construyendo nuevas casas de madera.

Un conjunto de varias iglesias a orillas del Angara es especialmente digno de ver:

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English

Through Siberia  

Siberia begins behind the Urals and reaches to …. well, pretty far. Very far even, e.g. to the Kamchatka peninsula. We do not want to go that far, but Irkutsk is a very nice piece as well:

Karte bis Irkutsk

To get there means driving, driving, driving …. mostly over endless plains and almost always through equally endless birch forests (sometimes mixed with spruce trees). That literally goes on for thousands of miles  and is hard, exhausting work, even if the pictures seem so „romantic“:

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Also, the search for a suitable spots for the night away from the main road or the refueling of fresh water is usually a strenuous affair:

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On our route are Omsk, Novosibirsk, and Krasnoyarsk. All these names we’ve heard of before, but you do not necessarily know them. The scenic highlight on the long route is the very beautiful nature park Stolby with some impressive rock formations near Krasnoyarsk. Here we spend a whole day hiking through dense and silent forests:

In the evening, we realize why so few people are to be seen in the woods in this park: on our bodies there are quite a few ticks. And it takes time for us to get rid of them all again.

At the end of the long journey Irkutsk waits. And here we are surprised. Somehow we had again expected these dark rows of low Siberian wooden houses, through which we had to pass so often, but Irkutsk is very different: modern, cheerful, with a beautiful waterfront …

… a nightlife district for night owls …

… and a strong cultural life:

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20190527_155419In Irkutsk there are also a number of wooden houses that are typical of Siberia. Many of them are in poor condition, but here and there even new wooden houses are being built.

An ensemble of several churches on the banks of the Angara is especially worth seeing:

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Von Moskau bis zum Ural

Deutsch – EspañolEnglish

Russland ist ziemlich groß; jedenfalls viel ausgedehnter, als wir das uns vorgestellt hatten. Zahlen sind zu abstrakt, um die Entfernungen zu beschreiben, die einem in diesem gewaltigen Land erwarten:

Allein von Moskau bis Jekatarinburg im Ural sind es knapp 2000 km. Und das ist erst der Anfang.

Karte bis Ural

Unterwegs machen wir eine erste Station in Susdal. Von diesem Ort hatte ich nie zuvor gehört, wie ich gestehen muss, – aber das Städtchen liegt idyllisch und ist sehr beeindruckend:

Hier gibt es – wie in Moskau – einen Kreml, mit einer sehenswerten russisch-orthodoxen Kirche im Zentrum:

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Bekannt ist Susdal auch für die gut erhaltenen, noch immer bewohnten Holzhäuser:

und das Freiluftmuseum, in dem typische Holzhäuser der Region zusammengetragen und wieder aufgebaut wurden:

Leider können wir aus Zeitgründen nur einen Tag in Susdal verbringen. Danach geht es weiter nach Kasan. Am Stadtrand besuchen wir den „Tempel aller Religionen“:

Ein sympathisches privates Projekt, angesichts der realen Spannungen zwischen manchen Religionen, wirkt es aber leider auch etwas naiv, – nicht nur architektonisch:

Wenn man sich dem Zentrum von Kasan nähert, ist schon von weitem der Kreml mit den Minaretten der Kul Scharif-Moschee zu sehen:

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Auch als Tourist darf man die Moschee betreten und von einer Galerie aus das immense Innere bestaunen:

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Das nächste Ziel ist Jekatarinburg. Auf dem Weg dorthin machen wir noch kurz Station in Perm und besichtigen eine Eishöhle. Vielleicht liegt es ja am Klimawandel, dass von Eis eigentlich nicht viel zu sehen ist. Da wir von der russisch-sprachigen Führung leider auch kein Wort verstehen, sind wir insgesamt eher enttäuscht; aber ein paar schöne Bilder sind doch geblieben:

Jekaterinburg ist der Ort, an dem der letzte Zar mit seiner Frau und den fünf Kindern in einer Erzgrube erschossen wurde. Heute steht dort ein sehr gepflegter Wald und an jeder Stelle, an der eines der Opfer gefunden wurde, hat man eine Kirche zu deren Gedenken errichtet. – Mich hat der Ort und die Ruhe, die er ausstrahlt sehr beeindruckt. Ein bärtiger alter Russe, dem ich in den frühen Morgenstunden dort begegnet bin, versuchte mir irgendetwas, was ihn sehr bewegte, mit zitternder Stimme zu erklären. Als ich immer wieder deutlich machte, dass ich ihn nicht verstehe und aus Germania komme, sprach er einfach weiter, benutzte auch immer wieder das russische Wort für Deutschland – Germanyia – und begann schließlich zu weinen. Schließlich umarmten wir uns und … nun ja, mir kamen auch die Tränen, auch wenn ich bis heute nicht weiß, was der alte Mann mir erzählen wollte.

Noch vor Jekaterinburg führt die Straße im Ural an einem Denkmal vorbei, das die Stelle markiert, an der die Grenze zwischen Europa und Asien liegt; ein markanter Ort, an dem sich gerne auch mal Hochzeitsgesellschaften treffen:

Español

De Moscú a los Urales Rusia

Russia es bastante grande; en cualquier caso, mucho más extenso de lo que habíamos imaginado. Los números son demasiado abstractos para describir las distancias que te esperan en este vasto país: Sólo desde Moscú hasta Jekatarinburg en los Urales, hay casi 2000 km. Y eso es solo el comienzo.

Karte bis Ural

En el camino hacemos una primera parada en Suzdal. Nunca antes había oído hablar de este lugar, como debo confesar, pero la ciudad es idílica y muy impresionante:

Hay, como en Moscú, un Kremlin, con una iglesia ortodoxa rusa en el centro, que vale la pena ver:

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Suzdal también es conocida por las casas de madera bien conservadas y todavía habitadas:

y el museo al aire libre, donde se recolectaron y reconstruyeron las típicas casas de madera de la región:

Desafortunadamente, debido a limitaciones de tiempo, solo podemos pasar un día en Suzdal. Luego continuamos a Kazan. En las afueras visitamos el „Templo de todas las religiones“.

Un proyecto privado simpático, pero – dadas las tensiones reales entre algunas religiones hoy día – también parece un poco ingenuo, no solo arquitectónicamente:

Si te acercas al centro de Kazan, ya puedes ver el Kremlin de esta ciudad con los minaretes de la Mezquita Kul Sharif desde lejos:

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Incluso como turista puedes ingresar a la mezquita y admirar el inmenso interior desde una galería para visitantes:

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El siguiente destino es Ekaterimburgo. En el camino, hacemos una breve parada en Perm y visitamos una cueva de hielo. Quizás sea por el cambio climático que el hielo no es mucho para ver. Desafortunadamente, no entendemos ni una palabra del guía de habla rusa, por lo que estamos bastante decepcionados en general. Pero algunas imágenes bonitas han permanecido:

Ekaterimburgo es el lugar donde el último Zar con su esposa y cinco hijos fueron ejecutado en el pozo de una mina de hierro. Hoy en día hay un bosque muy bien cuidado en este lugar y en cada punto donde se encontró una de las víctimas, han construido una iglesia en su memoria.

Me impresionó mucho el lugar y la tranquilidad que irradia. Un viejo ruso barbudo, a quien conocí en las primeras horas de la mañana, trató de explicarme algo que le conmovió mucho con voz temblorosa. Cuando dejé en claro que no lo entendía y venía de “Germania”, él siguió hablando, comenzó a llorar, siguió usando la palabra rusa para Alemania -Germanyia – y finalmente comenzó a llorar. Por fin nos abrazamos y … bueno, mis lágrimas vinieron a mí también, aunque todavía no sé lo que el viejo quería decirme.

Incluso antes de Ekaterimburgo, el camino en los Urales pasa un monumento que marca el punto donde se encuentra la frontera entre Europa y Asia; un lugar distintivo donde las bodas a menudo se encuentran.

English

From Moscow to the Urals

Russia is quite big; in any case, much more extensive than we had imagined. Numbers are too abstract to describe the distances that await you in this vast country: Just from Moscow to Jekatarinburg in the Urals, there are almost 2000 km. And that is only the beginning.

Karte bis Ural

On the way we make a first stop in Suzdal. I have never heard of this place before – as I must confess – but the town is idyllic and very impressive:

There is – as in Moscow – a Kremlin, with a worth seeing Russian Orthodox church in the center:

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Suzdal is also known for the well-preserved, still inhabited wooden houses …

.. and the open-air museum, where typical wooden houses of the region were collected and rebuilt:

Unfortunately, due to time constraints, we can only spend one day in Suzdal. Then we continue to Kazan. On the outskirts we visit the „Temple of all religions“:

A pleasant private project, but it also seems a bit naive, not only architecturally, given the real tensions between some religions of today.

If you approach the center of Kazan, you can already see the Kremlin with the minarets of Kul Sharif Mosque from afar:

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20190515_150809Even as a tourist you may enter the mosque and admire the immense interior from a gallery:

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The next destination is Jekatarinburg. On the way there we make a short stop in Perm and visit an ice cave. Perhaps it is because of climate change that that there is not much ice to see. Unfortunately, we do not understand a word of the Russian-speaking guide, so we are rather disappointed overall; but a few nice pictures have remained:

Yekaterinburg is the place where the last Tsar with his wife and five children was shot in a miner’s pit. Today there is a very well-kept forest and at each point where one of the victims was found, they have built a church in their memory. – I was very impressed by the place and the tranquility that it radiates. A bearded old Russian, whom I met there in the early morning hours, tried to explain to me something that moved him very much in a trembling voice. When I kept making it clear that I did not understand him and came from “Germania”, he just kept talking, started to cry, kept using the Russian word for Germany – Germanyia – and finally started to cry. Finally, we hugged each other and … well, tears came to me too, even though I still do not know what the old man wanted to tell me.

Shortly before Yekaterinburg, the road in the Urals passes a monument marking the point where the border between Europe and Asia lies; a distinctive place where wedding parties often meet:

St. Petersburg und Moskau

Deutsch – EspañolEnglish

Aus welchen Gründen auch immer, auch nach Tagen in St. Petersburg kommt mir manchmal immer noch der alte Name „Leningrad“ über die Lippen. Dabei hat das moderne St. Petersburg so gar nichts mehr gemeinsam mit der alten Sowjetmetropole.

Hier ein Blick in ein bekanntes Spezialitätenrestaurant:

St. Petersburg ist eine – für mich – überraschend moderne und äußerst sehenswerte, wunderschöne Stadt, in die ich gerne noch einmal zurückkehren werde.

Hier einige Impressionen von den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die wir besucht haben, z.B. die Innenstadt, die ganz im Zeichen des bevorstehenden Nationalfeiertags steht, dem 9. Mai, dem Tag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg, dem Sieg über Hitlerdeutschland

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Sehr beeindruckend die Isaakskathedrale:

und die Blutskirche:

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Die Eremitage; ein Prachtbau, in dem man Tage verbringen müsste, um alles halbwegs angemessen aufzunehmen und zu würdigen. Uns taten nach ein paar Stunden die Füße weh:

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Auch Moskau ist heute eine moderne Großstadt, die alles zu bieten hat, was eine Hochburg des Tourismus heutzutage vorzuweisen hat: Überwältigende sakrale und weltliche Bauten, ein architektonisch beeindruckendes Kaufhaus, das „GUM“ mit Luxuswaren aus aller Welt und ein reges kulturelles Leben.

Der Rote Platz

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Mit ein paar Touristen

und die Basilius Kathedrale

Der Kreml:

Das Kaufhaus GUM

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Español

San Petersburgo y Moscú

Por la razón que sea, incluso después de días en San Petersburgo, el antiguo nombre de „Leningrado“ a veces todavía aparece en mis labios. Sin embargo, la moderna San Petersburgo no tiene nada en común con la antigua metrópolis soviética.

Acá hay una mirada a un conocido restaurante de especialidades en el centro:

San Petersburgo es, para mí, una ciudad sorprendentemente moderna y extremadamente hermosa y hermosa, en la que me gustaría volver otra vez.

Aquí hay algunas impresiones de las principales atracciones que visitamos, por ejemplo el centro de la ciudad, donde se trata todo sobre el próximo feriado nacional, el 9 de mayo, el día de la victoria en la Gran Guerra de Patria, la victoria sobre Hitler Alemania.

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Muy impresionante La catedrál de San Isaac:

y La Iglesia de sangre;

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La Ermita; un magnífico edificio en el que habría que pasar días para absorber y apreciar todo lo que sea razonablemente apropiado. Nuestros pies duelen después de unas horas:

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