Wir haben Angst

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Es ist etwa halb elf. Der Abschleppwagen ist endlich angekommen. Esperanza wird auf die Rampe gezogen:

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Es fühlt sich an, als ob unsere Körper aus ihrem Schneckenhaus gezogen würden:

Jetzt kann es losgehen. Wir selbst „reisen“ in der Esperanza oben auf dem Abschleppwagen. Vor uns liegen knapp 450 km bis Salta.

Kurz nachdem wir unseren Standplatz an der YPF verlassen haben, hält Ramiro, der Fahrer, an. Der Wind ist stark und soll auf der Hochebene, die wir durchqueren müssen, stärker werden. Also muss Esperanza runter von der Rampe und ins Schlepptau genommen werden. Es gibt zwar eine Abschleppstange, aber Esperanza hat keine Vorrichtung, diese Stange anzubringen. Also wird improvisiert. Mit einem Schnallgurt wird die Abschleppstange am Rahmen der Esperanza irgendwie befestigt.

Ich sitze neben Ramiro im Abschleppwagen, Clemencia mit Shanti in der Esperanza.
Bryan, der Begleiter von Ramiro, sitzt am Steuer der Esperanza. Da bei Esperanza weder Bremsen noch Steuerung funktionieren, bleibt ihm nur die Handbremse, wenn es schwierig wird. Angesichts der steilen Abfahrten, die vor uns liegen, mache ich mir Sorgen. Clemen hat Angst. Shanti passt auf, was passiert.

Shanti Clemen

JW/Clea

Español 2

Tenemos miedo

Son las diez y media de la mañana. La grúa ha llegado por fin. Esperanza es jalada a la plataforma.

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Sentimos como si fuera nuestro propio cuerpo, cual caracoles.

Finalmente podemos salir. Nosotros „viajamos“ dentro de Esperanza arriba en la plataforma de la grúa. Tenemos unos 450 km hasta Salta.

Poco después de salir de la YPF Ramiro, el conductor de la grúa, para su vehículo. El viento es fuerte y espera que vaya a ser más en la planicie alta, que tenemos que cruzar. Esperanza tiene que bajar de la plataforma. Hay que jalarla. Hay una barra de remolque, pero Esperanza no tiene un dispositivo para conectarse a la barra. Hay que improvisar. Con una cuarta está amarrado al marco de Esperanza de una u otra manera.

Tenemos que cambiar sitios. Ahora yo estoy sentado al lado de Ramiro en la grúa, mientras Clemencia continua con Shanty dentro de Esperanza. Bryan, el compañero de Ramiro, a tomado el timón de Esperanza. Porque ni los frenos, ni la dirección de Esperanza funcionan, el solamente tiene el freno de mano para „manejar“. Pensando en las fuertes bajadas, que hay por delante de nosotros, estamos bastante preocupados. Clemen tiene miedo. Shanti presta atención a todo lo que está pasando.

Shanti Clemen

JW/Clea

English 2

We are scared

It is about half past ten. Finally the tow truck has arrived. Esperanza is pulled up to its plateau:

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It feels as if our own bodies would be pulled out of their snail-shell:

Now it can start. We ourselves „travel“ inside Esperanza up on the plateau of the tow car. Ahead of us are about 300 miles to Salta.

Shortly after we have left our place next to the YPF gas station, Ramiro, the driver of the tow car, stops his vehicle. The wind is strong and it will probably be much stronger on the high plains, which we have to cross. There is a tow bar, but Esperanza has no device to connect it to the frame. We have to improvise something. With an additional clamping belt the tow bar is somehow tied to Esperanza.

Now I am sitting next to Ramiro in the tow car, Clemencia with Shanti is sitting inside Esperanza. Bryan, Ramiro´s co-driver, has taken place behind the steering wheel of Esperanza. Since neither the brakes nor the steering of Esperanza is working, he only has the hand brake to somehow operate the car. Thinking of the steep declines, which lie ahead of us, I do worry a lot, Clemen is afraid of the ride, and Shanty is observing, what is going on.

Shanti Clemen

JW/Clea

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5 Kommentare zu „Wir haben Angst“

  1. Besser Esperanza…
    Liebe Clemencia, lieber Jürgen, ich lese mit großer Begeisterung Eure WhatsApps und natürlich auch die großartig geschriebenen Reiseberichte hier.
    Was Ihr an Eindrücken und tollen Fotos von der riesigen Reise schickt, ist mit Worten nicht zu beschreiben!!!
    Mal kilometerweit rückwärts mit Esperanza auf unbefestigten Bergstraßen, dann wieder Pässe um 5000 (!!!) Meter hoch (ich bekomme schon bei 2200 Metern Kopfweh).
    Zwischendurch helft Ihr beim Aufbau von Gebäuden, natürlich immer mit einem Lächeln, denn Ihr werdet von reichlich Kinderaugen bewundert.

    So nebenbei verläuft sich unser Jürgen auf dem Weg zum Wasserfall im Urwald. Glücklicherweise hattest Du Deinen vierbeinigen Freund dabei, er hat dich wieder auf die richtige „Fährte“ gebracht ;–))) Sicherlich hast Du in diesem Moment nicht geschmunzelt, lieber Jürgen, zumindest sah das Foto von Dir nicht nach Lächeln aus.

    Von den Grenzkontrollen möchte ich nichts schreiben, aber ich behalte auch diese E-Mails in meinem Herzen.
    Der Überfall und Raub der Cameraausrüstung kurz vor der kleinen Verfilmung Eurer Reise, glücklicherweise ist niemandem etwas passiert!
    Mamamia….ist Eure Reise für mich spannend!

    Und nun ist sie hin, Eure treue Freundin Esperanza. Aber das stimmt so nicht!!! Sie ruht sich nur aus und genießt die Rückfahrt, ohne sich anzustrengen, mal auf einem Hänger mit guter Aussicht, mal gezogen von einem Seil, aber beides ohne Anstrenung 😉.

    Genießt diese Zeit, ohne auf den Straßenverkehr zu achten und ohne HERZINFARKT.
    Ich freue mich riesig, mit Euch ein zwei Gläschen Roten zu trinken und zuzuhören, wenn Ihr von der wunderbaren Reise erzählt.
    Kommt gesund wieder nach Deutschland 🇩🇪!

    Herzliche Grüße vom See im warmen Wohnzimmer vor dem Ofen,
    Euer Jürgen mit Renate

    Ach ja, der Herzinfarkt von Esperanza, einfach mal in den Geldbeutel schauen und einen neuen Motor bestellen… wenn es bei uns Menschen auch so einfach wäre 😳.

  2. Ich denke an Sie alle! Inclusive Esperanza! Sie müssen sich ganz verloren vorkommen! Ich wünsche Ihnen einen guten Ausgang dieses Teils Ihrer für uns da in den gemütlich warmen Wohnungen hoch interessiert und auch wehmütig verfolgten Reise durch eine Welt, die Sie uns so anschaulich und begeisternd nahe bringen! Alles Gute für die nächste Zeit! Barbara M

  3. Ach Ihr Lieben, mir wird schon beim Zusehen schwindlig und mein Magen krampft – binmit Euch traurig, dass die tapfere Esperanza kollabierte…. das tun Menschen und auch Maschinen – ich denk an Euch mit Kraftübermittlung!!! Eure Jheel

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