Auf dem Irrweg?

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Bis San Agustin ging alles gut. Von dort wollten wir eigentlich nach Pasto. Irgendwann müssen wir ja die hohen Berge überqueren, die uns den Weg nach Westen versperren.

Aber in den letzten Tagen hat es heftig geregnet und jedermann rät uns von der Piste nach Pasto ab: sie geht steil und hoch hinauf, mit tiefen Abgründen, hat keine Leitplanken, dafür viele Schlaglöcher, Erdrutsche können jederzeit abgehen usw usf. Also nicht ungefährlich.

Zurück wollen wir aber auch nicht. Das wäre ein riesiger Umweg. Also entschließen wir uns für den Weg durch das Amazonasgebiet. Auf der ekuadorianischen Seite soll die Straße wunderbar sein. Und in Kolumbien, bis zur Grenze, na ja, nicht ganz so gut, aber größtenteils geteert. Sagt man uns und wir verlassen uns darauf.

Dass das Gebiet zum kolumbianischen Putumayo gehört, wissen wir. Und Putumayo ist ein Bundesstaat, den man bis vor kurzem besser nicht bereist hätte. Militär, Guerilla und Paramilitares haben sich hier die blutigsten Gefechte im lang anhaltenden Krieg zwischen den Narcos und der Guerilla sowie Polizei, Militär und Paramilitares auf der anderen Seite geliefert.

Derzeit hat sich die Situation aber beruhigt, heißt es. Der kürzlich unterzeichnete Friedensvertrag und die damit verbundenen Vereinbarungen seien stabil. Also keine Gefahr! Wir atmen tief durch und verlassen uns darauf.

Tatsächlich wirkt alles friedlich. Zunächst ist die Straße in Richtung Puerto Asis auch sehr gut. Aber nach der Abzweigung Richtung La Hormiga, dem Grenzort vor der Internationalen Brücke, wird es gemischt. Kurze geteerte Abschnitte wechseln sich ab mit langen Strecken, die sehr rau sind und die wir stellenweise mit unserem Vorderradantrieb kaum bewältigen können. Immer wieder drehen die Räder durch, wenn es nach tiefen Senken steil über Schotter und Felsbrocken wieder nach oben geht.

Aber irgendwie schaffen wir es doch. Obwohl es inzwischen stockdunkel ist und wir normalerweise nicht in der Dunkelheit fahren, kommen wir voran. Mit höchster Aufmerksamkeit, denn immer wieder tauchen auch Pferde, Esel oder Menschen auf , die wir in der Dunkelheit erst im letzten Moment wahrnehmen.

Und dann ist da natürlich überall das Militär. Schon auf der Straße nach Puerto Asis, reiht sich ein Militärposten an den anderen. Und dass es hier um ernste Konflikte geht, sehen wir an den mit Sandsäcken ausgebauten Schutzhütten und Türmen, die die Straßen säumen. Die Soldaten selbst stehen aber meist direkt am Straßenrand, heben oft dem Daumen, zum Zeichen, dass sie für das Volk und dessen Sicherheit eintreten und wir heben freundlich lächelnd auch die Daumen, wenn wir vorbeifahren. –Eine schöne Eigenschaft der Kolumbianer: Offenheit und Freundlichkeit.

Die jungen Männer, die hier am Straßenrand im Amazonasgebiet oder sonst wo in Kolumbien die Straßen sichern, haben bis vor kurzem tatsächlich ihr Leben aufs Spiel gesetzt. Auch wenn die Gefahr im Moment gebannt zu sein scheint, sind nicht alle Kolumbianer davon überzeugt, dass das so bleibt und dass der Friedensvertrag hält und wirklichen Frieden bringt. Viele Kolumbianer sind empört darüber, dass nun zehntausende von Guerilleros auf Kosten der Bevölkerung in kostspieligen Resozialisierungskampagnen in die Gesellschaft integriert werden sollen, anstatt für das Unheil, das sie in 50 Jahren Guerrillakrieg angerichtet haben, zur Rechenschaft gezogen zu werden. „Frieden ja, aber nicht so!” lesen wir an einem Stand in Bogotá, an dem Unterschriften gegen den Friedensvertrag gesammelt werden.

Auf unserer Fahrt durch Putumayo gehen uns auch diese Dinge durch den Kopf. Nach Einbruch der Dunkelheit sind wir beide voll auf die Straße konzentriert und Clemencia betet.

Viel später als geplant, erreichen wir unser Ziel. Genauer gesagt, ein paar Kilometer vor La Hormiga finden wir eine Tankstelle, die von einem jungen Paar mit drei wunderbaren Kindern geführt wird. Estefanía, José, DianaViel. Selbstverständlich können wir hier parken und übernachten. Clemen verbrüdert sich sofort mit den Kleinen, die sofort unser Auto inspizieren und dort schnell Gitarre und Violine entdecken. Ein Konzert – auf Verlangen des jugendlichen Publikums – können wir nicht abschlagen und fallen danach todmüde in die Betten.

Dass „Sicherheit“ ein relativer Begriff ist, bemerken wir noch kurz vor dem Schlafengehen, als wir in der Dunkelheit die Schatten von vier Soldaten, je zwei auf einer Seite der Landstraße, vorüberziehen sehen. Mit Gewehren im Anschlag patrouillieren sie auch an „unserer“ Tankstelle vorbei. Sollen wir uns jetzt sicherer fühlen?

Egal wie, wir schlafen gut und am nächsten Tag geht es zur Grenze nach Ekuador.

Hier geht alles relativ zügig und nach ca. anderthalb Stunden sind wir endlich auf der anderen Seite.

Eigentlich wollen wir nur bis Nueva Loja, aber da die Straße so gut ist, fahren wir weiter. Wir wollen Zeit und Raum gewinnen. Wir sind uns einig, dass es so schnell wie möglich nach Peru weitergehen soll. Und die Troncal Amazonica, also die Straße durch den Amazonas-Dschungel bis hinunter in den Süden von Ekuador, scheint dafür die beste Möglichkeit zu sein. Also los dann!

Und tatsächlich sind wir anfangs begeistert von der gut ausgebauten Straßen, dem wenigen Verkehr, den beeindruckenden Landschaften, dem Gefühl der Sicherheit, dass uns plötzlich in Ekuador begleitet: Kaum Polizei auf der Straße, weit und breit kein Militär. Beklemmend sind allerdings die schmuddeligen und dunklen Siedlungen, durch die wir in dieser Gegend fahren. Allem Anschein nach sind das die Auswirkungen des Guerillakrieges, der auch hier jahrzehntelang eine normale Entwicklung der Gesellschaft behindert hat. Ein Ex-Militär, dem wir am nächsten Tag ins Gespräch kommen, bestätigt diese Vermutung. Natürlich hat der Krieg im kolumbianischen Putumayo nicht an der Grenze halt gemacht. Er selbst habe bis zu seiner Pensionierung vor ein paar Jahren im Grenzgebiet gegen die Guerilla gekämpft. Clemen erinnert sich, dass auch peruanische Busse auf dem Weg nach Kolumbien oder Venezuela damals in dieser Gegend gestoppt und in Brand gesteckt wurden.

Wir brauchen, wir ihr seht, Frieden, nicht nur in Europa.

Nach etlichen Kilometern beginnt die Straße sich wieder in die Höhe zu winden. Wir fahren am Rande des Sumaco Galeras Nationalparks entlang. Die Straße wird bei zunehmender Höhe schlechter. Die Witterung und die geologischen Verwerfungen in dieser Gegend zerstören immer wieder die Fahrbahndecke. Clemen erinnert sich an ihre Geographiestunden in der Schule: “Die “Knoten” in Loja, Ecuador, und in Vilcanota bei Cuzco in Peru, sind schwierige Stellen, wo sich die Gebirgszüge ineinander verschlingen”. Oft blockieren Erdrutsche zumindest eine Fahrspur, aber trotz allem kommen wir voran.

Der Urwald ist dicht. Es beginnt zu regnen und relativ schnell wird es schon wieder dunkel. Wir haben uns mit der Zeit verschätzt und sind noch immer weit von unserem Ziel für heute entfernt. Die Frage ist, ob wir weiterfahren oder uns mitten im Urwald am Rande der Straße einen Platz zum Übernachten suchen. Clemen tröstet sich damit, dass Bolívar das alles auf einem Pferd reitend überstanden hat. Und so entscheiden uns für das Weiterfahren, denn die Straße ist trotz Erdrutschen und Verwerfungen nach wie vor gut zu befahren, es gibt nur wenig Verkehr und wir hoffen, vielleicht noch vor unserem eigentlichen Ziel einen sicheren Platz zu finden.

Der Regen wird stärker, im Lichtkegel unserer Scheinwerfer sehen wir nur noch die Straße und die Schemen der Urwaldbäume und Büsche am Straßenrand. Alles trieft und strotzt. Eigentlich ein beeindruckendes Bild, aber auch beklemmend und die Straße zieht sich hin, endlose Kurven, immer wieder bergauf, dann wieder ein Stück runter und in Serpentinen wieder bergauf.

Wir hatten mit so vielen Kurven und Steigungen nicht gerechnet und werden allmählich unruhig. Wo bleibt der „comedor de Susanita“, den wir in iOverlander (Link zu eigenem Artikel) gefunden haben? Jetzt sind es doch nur noch ein paar Kilometer und wir sind mitten im Urwald, weit und breit kein Licht, keine Siedlung, keine Behausung, nur Bäume und Regen. Wo soll hier ein Restaurant sein? Das braucht doch auch Gäste? Wo sollen die herkommen? fragen wir uns. – Jetzt noch ein Kilometer und dann noch ein paar hundert Meter. Immer noch stockfinsterer Urwald, nur erleuchtet von unseren Scheinwerfern. Das muss ein Fehler in der App sein, hier gibt es keinen Rastplatz für uns, wir müssen bestimmt noch weiter in die Nacht hineinfahren. Wir sind beunruhigt.

Und plötzlich, nach einer spitzen Kurve, rechts von uns, im schweren Regen und der Finsternis kaum zu erkennen, ein paar schwache Lichter. Fast wäre ich vorbeigefahren, so schemenhaft sind die Hütten im Wald versteckt. – „Stopp“ schreit Clemen, „hier, das muss es sein!“ Wir biegen in den Parkplatz ein und allmählich gewöhnen sich unserer Augen an das Bild: Tatsächlich, dort ist eine Art Holzhaus und neben uns eine überdachte Terrasse und ein Schild, das „Restaurant“ verkündet. Dahinter weitere einfache Behausungen. Wir sind erleichtert. Der „Comedor de Susanita“: Wir haben ihn gefunden und damit auch einen wunderbaren Stellplatz mitten im Urwald.

Am nächsten Morgen erfahren wir, dass es hier gleich hinter der Anlage einen Wasserfall gibt und dass man dort auch Kolibris beobachten kann. Clemen zittert vor Begeisterung, – fast wie ein Kolibri.

 

 Wir sind begeistert von dem schönen Platz, den freundlichen Menschen, die uns hier aufnehmen und dafür nicht einmal Geld haben wollen. Mit Susana und ihrem Mann, die hier seit … Jahren leben und ihr kleines Reich auf- und ausgebaut haben, macht Clemen ein kurzes Interview; auch wenn der Ton nur schwer zu verstehen ist, lohnt es sich, die beiden beim Sprechen zu beobachten:

Und zum Abschied singen Clemen und Susana ein sehnsuchtsvolles ecuadorianisches Lied mit dem Titel „Schatten“ von Julio Jaramillo. Mir ist ein Rätsel, wie Clemen all diese Lieder und ihre Texte auswendig singen kann.

Obwohl es uns hier sehr gut gefällt und Clemen wieder einmal verliebt ist, diesmal in die Kolibris, und Susanita uns bittet, doch noch ein bisschen zu bleiben, verlassen wir den gastlichen Platz am nächsten Morgen.

Español

Un camino de locura . Parte 1

Hasta San Agustín iba todo muy bien. De ahí queríamos ir a Pasto. Alguna vez teníamos que cruzar La Cordillera que era lo que nos impedía pasar hacia el Oeste.

Pero en los últimos días ha llovido fuerte y alguien nos recomendó no usar la carretera por Pasto. Es muy empinada, con abismos extremos, encima muchos huecos, derrumbes. Quiere decir, peligrosa.

No queríamos regresar. Sería un camino largo. Entonces nos decidimos por el camino del Amazonas. En la parte ecuatoriana la carretera se anunciaba como muy buena. Y en Colombia, bueno no maravillosa, pero en gran parte asfaltada. Nos dijeron y apostamos a esa versión.

Que esta zona es parte del Putumayo colombiano sabíamos. Y Putumayo es una zona de guerrilla hasta hace poco, que no es muy recomendable pasar. Militares, Guerrilla y paramilitares más narcos han tenido encuentros brutales en esta zona.

Hoy en día la situación se ha calmado, nos dicen. El contrato de paz recién firmado entre las FARC y el gobierno colombiano y sus acuerdos auguran momentos estables, No hay peligro. Respiramos profundo y confiamos.

Y en realidad todo se ve muy pacífico. La carretera hasta Puerto Asis está igualmente muy buena. Pero el desvío hacia La Hormiga, que es el lugar fronterizo antes del puente internacional, la cosa es mezclada. Trocha y con lugares muy difíciles que con nuestra tracción delantera casi dificultoso, las llantas patinan cuando pasamos entre tierra y pedazos grandes de piedra.

Pero de alguna manera lo logramos aunque nos agarró la noche. Normalmente no manejamos nunca de noche. Con mucho cuidado pues los huecos siguen mezclados con caballos, burros y personas o ciclistas que apenas divisamos en esa carretera oscura.

Además hay retenes militares muy seguidos. Desde la carretera de Puerto Asis se alinea un retén militar detrás del otro. Y que en esta zona han habido conflictos graves lo indican las defensas con sacos de arena al borde de la arretera. Los soldados están custodiando la carretera y levantan la mano con el dedo pulgar en alto, simbolizando que están con el pueblo y para la seguridad nacional. Es una característica colombiana: su amabilidad y apertura.

Los jóvenes soldados encontrados en las carreteras de la zona amazónica o en cualquier lugar de Colombia han arriesgado su vida en esta zona. A pesar que el peligro está apaciguado en esta zona muchos colombianos no confían mucho en este contrato de paz. Muchos colombianos están irritados que los miles de guerrilleros serán integrados en campañas de resocialización a costa del estado, en vez de ser juzgados por haber mantenido a Colombia 50 años en guerra. Paz si, pero no así! Leímos en una recolección de firmas en Bogotá.

En nuestra pasada por Putumayo nos dan vueltas todos estos temas en la cabeza, sobre todo cuando llega la oscuridad de la noche. Clemen reza y está atenta, yo super concentrado.

Más tarde de lo planeado llegamos casi a nuestra meta. Exactamente un par de kilómetros antes de La Hormiga. Ahí encontramos una estación de gasolina que es administrada por una pareja con tres muchachos maravillosos: Estefanía, José, DianaViel. Naturalmente podemos parquear aquí y pasar la noche. Clemen se hermana rápidamente con los niños que inmediatamente inspeccionan nuestra casa rodante quienes descubren rápidamente violín y guitarra. Un concierto se imponía – a pedido del público joven – … caímos rendidos luego en la cama, después del mismo.

El hecho que ¨seguridad¨ es un término muy relativo confirmamos, cuando vemos pasar las sombras de cuatro soldados armados hasta los dientes pasar por delante de nuestra Esperanza.

Igual, dormimos bien y al siguiente día continuamos hacia Ecuador. Aquí transcurre todo relativamente rápido. Después de hora y media estamos en el otro país.

En realidad queremos ir hasta Nueva Loja, pero como la carretera está tan buena, continuamos. Queremos ganar tiempo y espacio. Queremos llegar cuanto antes al Perú, en eso estamos ambos claros. Y la Troncal Amazónica, esto es la carretera de la Amazonía ecuatoriana hasta el sur del Ecuador, nos parece lo mejor. Entonces, pues pa delante,

Y realmente estamos al comienzo felices con el estado de la carretera, el relativo poco tráfico los paisajes impresionantes, la sensación de seguridad sin retenes militares. Nada de policía en las calles. Un poco angustiantes son algunas poblaciones oscuras y no tan cuidadas por las que pasamos. La guerrilla tuvo acá también sus estragos al parecer. Un Ex militar que entra en conversación con nosotros nos comenta justamente esto, es decir el hecho que la guerrilla no terminaba su acción en el Putumayo colombiano. El había trabajado en la frontera por años. Clemen se acuerda de los autobuses peruanos en camino Colombia y Venezuela, que fueron parados en esta época y quemados.

Necesitamos como ven paz, no sólo en Europa.

Después de algunos kilómetros comienza a subir nuevamente la carretera. Viajamos al borde del Parque Nacional Galeras.

La carretera conforme vamos subiendo se pone en peor estado. El clima y las condiciones geofísicas no facilitan la cosa en esta zona. Clemen recuerda sus clases de geografía del colegio: Los nudos de Loja en Ecuador y el de Vilcanota en el Cuzco son puntos difíciles de encuentro de la Cordillera. Nos tocan derrumbes en la vía. Pero así y todo continuamos.

La selva es espesa. Empieza a llover y pronto es otra vez de noche. No hemos calculado bien el tiempo con todas las curvas. Estamos lejos de nuestro punto de llegada. La pregunta es si continuamos viaje o paramos en medio de la selva con nuestro auto. Clemen se consuela pensando en Bolívar quien hizo estos tramos … a caballo. Decidimos a continuar el viaje porque a pesar de derrumbes y oscuridad intensa se puede viajar.

La lluvia es cada vez más fuerte, nuestros faros distinguen solamente la carretera y los árboles que entran a ella con sus arbustos. Todo gotea. Es en realidad un espectáculo único, pero angustiante es que la carretera continúa sin iluminación en interminables curvas hacia arriba , para luego bajar en serpentina otra vez..

No habíamos contado con tanta subida ni curvas. Inquietos poco a poco. ¿dónde está el ¨comedor de Susanita¨, que está indicado en iOverlander?. Faltan sólo unos kilómetros y estamos en medio de la selva, sin ninguna luz o signo de vida, ninguna casa, solamente árboles y lluvia. ¿Dónde estará aquí un restaurante? El restaurante necesita también clientes. ¿dónde están? Debe ser un error de nuestro App. Aquí es imposible imaginar un lugar de descanso. Estamos intranquilos.

Y de pronto luego de una curva, a la derecha de nosotros en tremenda lluvia y oscuridad un par de luces débiles. Casi hubiéramos seguido por lo escondidas que estaban las cabañas en la oscuridad. ¨Para! Aquí debe ser¨. Entramos al lugar y poco a poco se acostumbran nuestros ojos a la luz? Efectivamente hay una casa de madera con una terraza cubierta y un letrero: ¨Restaurante¨, el comedor de Susanita¨ … lo habíamos encontrado y con él un lugar muy bueno para pasar la noche.

Al día siguiente escuchamos que en este lugar hay una cascada y que se pueden observar colibrís. Clemen vibra de emoción.

 

 Estamos dichosos con el nuevo sitio con gente supremamente amigable y acogedora que no quieren ni cobrarnos nada por estacionar en su espacio. Aquí una pequeña entrevista con Susana quien luego de 40 años ha hecho su pequeño reino. Aunque es difícil entender el sonido, vale la pena observar como los dos hablan:

Y de despedida cantan Susana y Clemen un pasillo ecuatoriano: „sombras“ de Julio Jaramillo y para variar se la conoce. La Clementina – es un misterio – se sabe todas las canciones …

Y de despedida cantan Susana y Clemen un pasillo ecuatoriano: „sombras“ de Julio Jaramillo y para variar se la conoce. La Clementina – es un misterio – se sabe todas las canciones …

A pesar que nos gusta mucho y Clemen está enamorada una vez más, esta vez de los colibrís, y Susanita nos ofrece quedarnos, dejamos este heroso lugar al día siguiente.

English

On the wrong trail? Teil 1

Until San Agustín everything was fine. From there we wanted to go to Pasto. Somwhere we have to cross the high mountains, which block our path to the west.

But during the last days it has rained a lot and everybody tells us, not to take the road to Pasto: It goes up steeply and very high, with deep abysses, no guardrails, but with lots of potholes and dangerous landslides, which can come down any moment, – not really safe.

But we don’t want to go back. It would be a huge detour. Therefore we decide to take the road the Amazon region. On the Ecuadorian side the raod should be great. In Colombia, up to the border, well, not as good as in Ecuador, but mainly tarred. That’s what we are told and we rely on it.

We know, that this region is part oft he Colombian Putumayo. And Putumayo is one oft he states in Colombia, where until recently nobody was supposed to go and travel. The military, the guerilla and the para militaries have had their bloodiest battles here during the long lasting war between police, military and para-military on the one side and the narcos and the Guerilla on the other side.

Right now the situation has calmed down significantly, we are told. The peace contract between the FARC and the government, which was recently signed, and the agreements, which are part of the contract are seemingly holding. No danger at all! We take a deep breath and rely on that information.

And, yes, everything seems to be peaceful. The road to Puerto Asis is actually very good. But after he turn-off to La Hormiga, the Colombian border town shortly before “El Puente Internacional”, it gets mixed. Short tarred stretches change with long pieces of a very tough earth road, which we sometimes can hardly manage with our front wheel drive. Again and again our front wheels start spinning, when the road goes up steeply over rocks and stones after deep dips.

But somehow we get through all that, even though it has turned totally dark meanwhile and we usually don’t drive at night. We are both highly concentrated and stare at the road, because any moment horses, donkeys or people may appear at the last moment in the dark, before we can recognize them.

And then there is military everywhere. On the road to Puerto Asis, we have already seen one military post after the other. And it is obvious, that this is serious, because there are lots of sand- bagged shelters and towers along the road. The soldiers themselves stand along the road and often raise their thumbs and smile friendly, when we drive by, in order to show that they are with the people and are protecting us. And we usually raise our thumbs, too, and smile back friendly. – It is a nice trait of Colombians to be always friendly and open to other people.

The young men along the road in the Amazon region or elsewhere in Colombia have literally risked their lives until recently. Even though the immediate risk of losing more lives may be banned for the moment, not all the Colombians really believe that this treaty will last long and bring real peace to the country. They are upset about the fact, that tens of thousands of guerilleros have to be integrated into the society in expensive programs on the expense of taxpayers, instead of paying for the crimes, which they committed during the 50 years of guerilla war. “Peace yes, but not this one” we read on posters, which are held up by people in Bogotá, who collect sings for a petition against the peace treaty.

On our trip through Putumayo we think about these pictures, too. But after nightfall we are both fully concentrated on the raod and clemen starts praying.

Much later than planned, we reach our destination. Actually we get to a gas station a couple of miles before La Hormiga. It is run by a relatively young couple with three beautiful kids. Estefanía, José and DianaViel. And, of course, we are allowed to stay overnight for free. Clemen immediately makes friends with the kids and they start inspecting the interior of Esperanza. It does not last long until they have found Clemen’s guitar and my violin. On strong demand of the young people we have to give a concert, – no excuses are accepted – and after an hour or so, we fall into our beds tired to death.

It becomes clear to us, that „safety“ is something very relative, when we suddenly notice – shortly before we fall asleep -, that four soldiers, armed to their teeth, are patrolling the road, two on each side, with their hands on their machine guns. Should we feel safer now?

No matter how, we sleep very well and start our trip to the border early the next morning.

Aufnahmen vom Grenzübertritt

The crossing of the border is smooth and after about an hour and a half, we have reached the other side.

Originally we had planned to go to Nueva Loja only, but since the road is very good we decide to travel further. We want to win time and space. We both want to get to Peru as soon as possible. And the Troncal Amazonica, which is the road through the forest down to the south of Ecuador, seems to be the best choice. Let’s go then.

And we are really enthusiastic about the road, at least at the beginning. It is well constructed, wide enough and smooth, no potholes, little traffic and embedded in a beautiful landscape. We enjoy the feeling of being safe, that has suddenly seized us here in Ecuador: Hardly any police in the street, no military anywhere. Oppressing, though, are the grubby and dark settlements along the road, which we have to pass through. Obviously this is the impact of the guerilla war, which did not stop at the border and has prevented a normal development of these villages and towns. A retired officer, who we talk with the other day, confirms, that he himself had to fight in that war and confirms, what we had suspected. Clemen remembers the Peruvian busses, which were stopped in this area years ago and burnt on their way to Colombia or Venezuela.

We do need peace, not only in Europe,

After some miles the road starts to wind up again. We are driving along the edge of the Sumaco Galeras National Park.

The higher we get the worse gets the road. The climate and the geological faults have destroyed the road surface in many places. Clemen is reminded of her geography classe in highschool, when they were told: “The knots in Loja in Ecuador and in Vilcanota near Cuzco in Peru are very difficult to cross, because the mountain chains are twisted very much”. Land slides often block at least one of the two tracks, but in spite of all the adversities we make progress.

The forest is very dense. It starts raining and soon it gets dark again. We have totally miscalculated the time and we are still far away from our destination. The question is, whether we will continue our trip or look for a place to stay overnight in the middle of nowhere in the jungle.

Clemen tries to console herself by remembering, that Simón Bolivar had to go through all this on horseback. And so we decide on driving on. In spite of the landslides and the many faults the road is still relatively good, there is not much traffic and we hope, that we might find a safe place somewhere on the road, before we reach our real destination.

The rain is getting stronger, in the light of our headlights we only see the black band of the road and the shadows oft the huge trees and bushes along the road. Everything is dripping wet and abounding with life. Actually it is a very impressive picture like in the movies, but it is also dark and oppressive and the road seems to have no end, countless curves, again and again uphill and then down again and up in new serpentines.

We had not expected so many curves and slowly but gradually we become nervous. Where is the “comedor de Susanita”, which we had found in iOverlander? (Link zu eigenem Artikel): Our GPS tells us, that it only a couple of miles ahead of us. But we are in the middle oft he jungle, no light to be seen anywhere, no human being or any settlement, only trees and rain. Where could there be a restaurant? A restaurant needs guests to survive. Where should they come from? we ask ourselves. Now it is only about a quarter of a mile away according to the GPS. Still the jungle is pitch-dark, only lit by our headlights. That must be a malfunction of the navigational system. There is definitely no place nearby, where we will be able to spend the night. We will have to drive on into the night. We are alarmed.

But suddenly, after a sharp curve on our right, hardly to be recognized in the heavy rain and the darkness, there are some faint lights. I would almost have passed the place so blurred are the huts in the rain and hidden behind trees and bushes. “Stop” shouts Clemen, “that must be the place”. We turn into the parking lot and slowly our eyes adapt to the picture: There is really a kind of wooden house in the background and close to us a kind of covered terrace and a sign, which says “Restaurant”. We feel very much relieved. It is the “Comedor de Susanita”. We have found it and with it a wonderful place in the middle of the rain forest.

The next morning we are told, that there is a big waterfall close tot he restaurant and that we might be able to observe hummingbirds on the way there. Clemen loves hummingbirds and starts vibrating (with emotion), when she hears that, – almost like the birds, she loves so much.

 

</p>

 We are enthusiastic about the wonderful place, the friendly people, who we meet there and who allow us to use all their facilities without charging anything. With Susana and her husband, who have been living here for over forty years and have built up this little paradise, Clemen makes a short interview. Even though it is difficult to understand the sound, it is worth watching how the two of them speak:

Before we leave Clemen and Susana sing an Ecuadorian song, full of longings. It is called “shadows” and was written by Julio Jaramillo. To me it is a always a mystery, how Clemen remembers all these melodies and texts.

Even tough we love this place and Clemen has fallen in love again, this time with the hummingbirds, and even though Susana asks us to stay a little longer, we have to leave the hospitable place in the next morning.

 

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Ein Gedanke zu „Auf dem Irrweg?“

  1. Meine liebe Clemen und lieber Jürgen,

    das war ja eine fantastische Ausführung, die ihr für unser „Mitreisen“ erarbeitet habt – vielen Dank und meine Anerkennung dafür. Wieviel wilder Natur und ländlichen Begebenheiten Ihr auf Eurer Reise durch all die Nord- Mittel- und Südamerika Länder erlebt und kennen lernt; das ist schon ein ganz besonderes Lebenswerk, das Ihr da miteinander angegangen seid. Weiterhin viel Mut und Lebensfreude wünscht Euch mit fester Umarmung und Küsschen

    Regina

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