Sieht so das Paradies aus?

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Dass Engel und das Paradies irgendwie miteinander zu tun haben, ist keine ganz neue Beobachtung. Gut möglich also, dass die Besitzer unseres Campgrounds im Norden von Kolumbien ihr kleines Paradies deswegen „Los Angeles“ genannt haben.

Und wirklich, so habe ich mir immer das Paradies vorgestellt: Palmen, Kokosnüsse, eine milde Brise vom Meer, Frieden, freilaufende Hunde und Katzen, Sonne und innere Ruhe, – an Moskitos und „Affenhitze“ hatte ich dabei weniger gedacht.

Trotzdem, schon bei der Einfahrt zum Campground „Los Angeles“ hatten wir das Gefühl: Das ist der Platz, den wir gesucht haben:

Nachdem wir uns eingerichtet haben, schauen wir uns im Gelände und am Strand um. Das Meer ist ziemlich rau. Hier kommen vor allem Surfer auf ihre Kosten. Wir selbst versuchen es ein paarmal mit Schwimmen, werden aber jedes Mal von großen Wellen erwischt. Also bleiben wir lieber am Strand und genießen die anrollende Brandung.

Es ist wirklich ein paradiesischer Platz. Und was uns besonders gut gefällt: Musik aus der Konserve ist hier verboten, jeder kann sich auf die Geräusche der Natur konzentrieren; es gibt keine Drinks, keine Disco o.Ä., nur Natur. Der Abfall wird getrennt, die verschiedenen Hütten, die vermietet werden, sind individuell gestaltet und weitläufig unter den Palmen versteckt.

Jeder kann für sich sein. Einige wohnen hier schon seit Monaten. Darunter auch Edwin. Edwin kommt aus Venezuela und hat Kunst studiert. Seine kleinen Kunstwerke schmücken den ganzen Platz. Die wunderschönen Farben korrespondieren mit dem Blau des Meeres und den bunten Blüten und Blättern um uns herum:

In einem kurzen Interview stellt sich Edwin vor. Er ist nicht nur schaffender Künstler, sondern auch ein Lebenskünstler, von dem so mancher gestresster Wohlstandsbürger lernen könnte. Da er aus Venezuela stammt, kommen wir natürlich auch auf die Probleme in seinem Heimatland zu sprechen:

Auch im Paradies können einem Kokosnüsse auf den Kopf fallen, wenn man nicht aufpasst oder die Kokosnüsse vorher „erntet“. Ein gefährlicher Job:

Innerhalb des Geländes gibt es auch einen „Mirador“, also einen Aussichtspunkt, auf einem Hügel über dem Meer und dem Blätterdach des Urwalds. Da Regenzeit ist und meistens dicke Wolken über dem Land stehen, können wir die Gipfel der Sierra Nevada leider nicht sehen. Aber auch ohne die schneebedeckten Apus ist das eine überwältigende Aussicht, – vor allem bei Sonnenuntergang:

JW/Clea

Español

Así sería el paraíso?

Que ángeles y paraíso están relacionados no es una nueva observación. Es muy probable que los dueños de este espacio en el norte de Colombia hayan llamado su pequeños paraíso ¨Los Angeles¨.

Y verdaderamente así me imaginé siempre el paraíso: palmeras, cocos, una brisa clemente del mar, paz, perros y gatos libres, sol y paz interior. Nunca relacioné mosquitos ni un ¨calor de monos¨

Sin embargo ya desde la entrada a la finca ¨Los Angeles¨ tuvimos la sensación. Este es lugar que venimos buscando.

Después de instalarnos nos ubicamos en este espacio y la playa. El mar es bravo. Los que más disfrutan son los surfistas. Nos quedamos en la orillita y disfrutamos la resaca espumosa.

Es un lugar realmente paradisíaco. Y lo que más nos gusta: la música estridente está prohibida, no hay tragos ni disco… solamente naturaleza. La basura se recicla y las cabañas diversas que alquilan están diseñadas individualmente y escondidas entre las palmeras.

Cada uno puede estar para sí. Algunos están aquí ya meses. Entre ellos Edwin. Edwin es de Venezuela y ha estudiado arte. Sus obras de arte decoran todo el lugar. Los maravillosos colores se entrelazan con el azul del mar y las flores y hojas de vistosos colores en torno a nosotros.

En una pequeña entrevista Edwin se presenta. El no es solamente un artista plástico, el es un artista de la vida, del cual muchos ciudadanos del confort pudieran aprender. Ya que el viene de Venezuela hablamos irremediablemente de las dificultades en su país.

También en el paraíso te pueden caer cocotazos en la cabeza si no pones atención o si no los has cosechado antes. Un trabajo peligroso:

Dentro de la finca hay también un ¨Mirador¨esto es un punto de observación en una colina sobre el mar y el techo de hojas de la selva. Ya que es tiempo de lluvia y observamos muchas nubes no pudimos alcanzar a ver la Sierra Nevada. Pero aún sin las montañas de nieve gobernadas por los Apus es ésta una mirada impresionante, sobre todo cuando cae la tarde.

JW/Clea

English

Does the paradise look like that?

It is certainly nothing new, that angels and the paradise are somehow related to each other. This is probably the reason, why the owners of our campground in the north of Colombia have named their place “Los Angeles”.

And really, I have always imagined the paradise like that: palm trees, coconuts, a mild ocean breeze, inner and outer peace, free roaming cats and dogs around, a brilliant sun above, – much less I was thinking of mosquitoes and boiling heat. In spite oft this we immediately had the feeling, that this was the place we had been looking for, when we entered our campground.

After we have settled down, we have a look around the area and the beach. The sea is rather rough. It is mainly a beach for surfers. We try to swim a few times, but are always caught by very high waves. So we prefer staying on the beach and enjoy the huge surge.

We really feel like in paradise. And what we like most: music from any kind of electronic sources is forbidden, everybody can concentrate on the sounds of nature; drinks are not available, there is no disco around or anything like that, only nature, plain nature. Garbage is separated and recycled, the different huts, which can be rented, are individually designed and well hidden somewhere under the palm trees.

Everybody can be by himself or herself. Some of the guests have already been living here for months, among them Edwin. Edwin is Venezuelan. He has studied art and has been living here for about five months now. His little pieces of art decorate the whole place. The wonderful colors correspond with the blue of the sea and the colors of the flowers and the foliage around us.

In a short interview Edwin introduces himself. He is not only a creating artist, but also an artist of life. And many stressed western-style professionals might learn something from him. Since he comes from Venezuela, it does not take long, until we also speak about the current problems in his country.

Even in paradise coconuts might hit you, if you do not pay attention or cut them down, before they fall down. A dangerous job:

Within the campground area there is also a „mirador“, which is a look-out, on a hill above the sea and the canopy of the jungle. Since the rainy season has already started, lots of clouds hover over the land most of the time and unfortunately we cannot see the peaks of the Sierra Nevada. But even without the snow-covered “Apus” this is an overwhelming view, – mainly at sunset:

JW/Clea

 

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2 Kommentare zu „Sieht so das Paradies aus?“

  1. Lieber Hal, ob es damals schon Hunde und Katzen – und noch dazu im Paradies – gab, weiß ich nicht, aber ich wollte mir nicht die Mühe machen alle Viecher aufzuzählen, die wir gerne um uns haben; das wäre eine sehr, sehr lange Liste von A wie „Affen“ bis Z wie Zebras.

  2. Vielen Dank, liebe Clemencia, lieber Jürgen, für Euren aktuellen „Unterwegs“ Bericht aus Kolumbien. Also bald seid Ihr in Peru, nicht wahr!? Inzwischen seid Ihr in einer Paradies-ähnlichen Landschaft — d. h. in Eurer Vorstellung dürfen da Hunde und Katzen frei herumlaufen. Gab es im Paradies denn schon Hunde und Katzen? Kaum zu glauben. Servus Hal & Maria — z. Zt. in Freiberg am Neckar, wo Gottseidank die Hunde und Katzen (meistens) an der Leine sind.

    Date: Tue, 12 Jul 2016 17:13:55 +0000 To: hal_rennert@hotmail.de

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